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Archive for Juli 2012

Hallo allerseits,

in der Zwischenzeit sind wir ja in der Schweiz angekommen, trotzdem schulden wir euch noch einen letzten Blogeintrag…  Na, das ist er! Ein Jahr ist vorüber und somit unsere Reise auch. Mit unserer Reise gehen halt auch die Blogeinträge zu Ende. Geniesst den letzten noch und wir freuen uns schon jetzt, wenn wir mal von euch eine Blogadresse kriegen und wir dürfen alles entspannt lesen und mitfiebern… 🙂

Wir fuhren mit dem Bus von Krabi über die Grenze nach Malaysia. Wir hatten nur knapp 2 Wochen Zeit für dieses wundervolle Land. Damit kein Stress aufkam beschlossen wir nur 3 Stationen zu besuchen. Die erste war Georgetown. Wir kamen da am Abend an und liessen uns von einem Taxi ins Zentrum  zu unserem Guesthouse fahren. Georgetown ist bekannt für die vielen indischen Auswanderer die sich hier niederliessen und diese Stadt sehr stark beinflussen. Auch unserem Taxifahrer seine Vorfahren waren Inder. Wir mussten schmunzeln über diesen Secondo. Seine ganze Art war durch und durch indisch. Die ganzen Erinnerungen über dieses wundervolle Land kamen hoch und lösten in uns ein heimisches Gefühl aus… Angekommen an unserem Ziel, erkannten wir schnell, dass es sehr viele Absteigen oder überteuerte Hotels gab. Daher suchten wir zu Fuss weiter und machten Bekanntschaft mit einer Schweizerin- eine Bünderin. Sie war im selben Guesthouse welches wir aufsuchten. Somit liefen wir zusammen dorthin und siehe da, es hatte noch 1 Zimmer für uns frei.

Georgetown ist eine multilulturelle Stadt auf der Penang Insel. Sie wurde stark beeinflusst duch die Inder und Chinesen. Durch diese kunterbunte Mischung in dieser Stadt, ist sie sehr attraktiv und ein lohnenswertes Ziel auf unserer Route.

Am ersten Tag packten wir unseren Rucksack, den Reiseführer und genug Wasser. Wir kundschafteten  die Stadt aus. Da wir uns in einem muslimischen Land befanden, besuchten wir als erstes eine Moschee. Es war sehr spannend, denn ein Aufseher und Gläubiger nahm sich viel Zeit uns Details über seinen Glauben zu erzählen.

Unsere kulturelle Auskundschaftung ging weiter. Wir suchten ein Stück Indien. Deshalb besuchten wir einen Hindutempel, wo gerade eine Puja durchgeführt wurde. Schön wars, mal wieder die indischen Rituale zu sehen. Davon hatten wir noch nicht genug und liefen gleich  ins Zentrum von ‚Little India‘.

Einfach herrlich, es war wieder ein Feuerwerk und ein Heimatgefühl.:-) Laut ertönte Hindimusik, die verschiedenen Düfte der Gewürze hingen in der Luft, die Frauen trugen farbenfrohe Saris und an den Strassenecken wurde Chai getrunken… Ja, Indien lebt auch in Malaysia! Wir fühlten uns sofort wohl, sprachen mit Indern, kauften indische Musik, assen Thali’s und kauften Gewürze…

Erneut spürten wir  das wunderbar intensive Gefühl, welches wir in Indien noch viel stärker fühlen durften.

Gesättig von den vielen neuen Eindrücken gingen wir zurück in unser Guesthouse. Die Menschen von Malaysia empfanden wir bis dahin als sehr sehr freundlich und liebenswert.

Für den nächsten Tag hatten wir eigentlich schon etliche Pläne… Aber als wir beim Frühstück sassen, sprach uns Andi an. Andi und seine Freundin Simone kommen aus Österreich. Wir 4 verstanden uns gleich super. Bis nach dem Mittag blieben wir am Frühstückstisch sitzen und diskutierten über Gott und die Welt.  Schön wars, richtig tolle Gespräche hatten wir. Nachdem wir uns aufgerafft hatten, gingen wir alle zusammen zum Busbahnhof um die Tickets für die nächste Station zu besorgen. Andi, Simone und wir hatten die Perhentian Inseln zum Ziel. Da die malaysischen Schulferien waren, mussten wir die Tickets früh genug kaufen.  Wir klapperten verschiedene Buskompanien ab, wurden aber nicht fündig. Somit brauchten wir zwischendurch ein Käffele bei Starbucks:-)

Erfolglos gingen wir also wieder zurück zum Guesthouse, wo wir dann schlussenldich für den gewünschten Preis unser Bus- und Bootticket kaufen konnten… Super Sach…

Samuel und ich machten uns dann am nächsten Tag doch noch auf unsere geplante Wanderung. Der Penang Hill stand auf dem Programm. Mit dem Bus fuhren wir dorthin, wo eine steile Bergstrasse als Wanderweg galt.

Läck war das anstrengend, teils waren Steigungen von 30% dabei und die Atmung wurde immer besser hörbar. Mit uns lief noch ein ausgewanderter Amerikaner, welcher diesen Hügel 2x/Woche  bezwingt. -Gutes Training… Seine Atmung war kaum zu hören. .-)

Samuel lief das zackige Tempo mit dem Ami mit, ich gab schneller auf- also see you later! 🙂

Kurz vor dem Ziel begann es stark zu Regnen. Ich war an einer Gabelung angelangt, wo’s 3 Wege zur Auswahl gab. Keine Ahnung welcher der richtige ist… Tja, ich wählte den Linken. -Falsch!  Ein Mann schickte mich zurück und wollte mich noch auf einen Tee einladen. Weit und breit war aber kein Restaurant sichtbar, deshalb lehnte ich dankend aber mit einem komischen Gefühl ab.

Hmm, zurück bei der Kreuzung entschied ich mich für den mittleren Weg. Und siehe da, ich kam  pflotschnass (aber immerhin!) oben bei Samuel an. Der Mittelweg führt wohl meistens zum Ziel, oder?!?

Im eleganten  Bergrestaurant tranken wir einen teuren Tee und warteten bis der Regen schwächer wurde. Nachher suchten wir die Seilbahn auf, welche uns wieder nach unten bringen sollte. Klar, gerne wären wir runtermarschiert, da aber die Seilbahn ein Schweizerwerk ist, mussten wir diese natürlich austesten. Sie war also sehr gut und für uns wars a bissl Heimat… 🙂 Ein Stück Schweiz in Malaysia.

Abends ging nicht mehr viel… Indisches Essen mit anschliessendem Starbucks Kaffee und guten Gesprächen mit Simone und Andi, danach waren wir erschöpft. Ab ins Bett!!

Am nächsten morgen um 04.30 Uhr weckten wir unsere Österreicher-friends. Ab ins ‚Hees‘ (sorry, keine Ahnung wie man das schreibt, es heisst auf österreichisch Kleider:-))!!

Unser Bus fuhr um 05.00 Uhr los… Als wir halbwach im Bus sassen, hatte der Chauffeur noch andere Reisende aufgeladen. Es stiegen Holländer und Engländer ein, welche wahrscheinlich noch gar nichts geschlafen hatten und noch immer betrunken waren. Der Eine erzählte uns völlig aufgelöst, dass ihm alles geklaut wurde, deshalb sass er auch Oben Ohne da. Nicht einmal ein T-Shirt haben diese Gauner ihm gegönnt.:-) Als dann seine Geschichten endlich ein Ende nahmen, legte er sich die Kopfhörer seines MP 3-Players ein und schwieg. -Endlich! Doch unsere Freude kam zu früh… Mit vollem Rohr sang er all möglichen Schnulzesongs… Ausser Coldplay war nichts schlaues mitdabei!!! Irgendwann nach Stunden schlief dann unser Boygroup-sänger ein und wir genossen die definitive Stille mit der wundervollen Aussicht…:-)

Mit unserem Kleinbus kamen wir dann nach ca. 5 Stunden in Kuala Besut an. Beim Aussteigen musse ich lachen. An Samuels Hinterhaupt hat sich ein Rasta-ähnliches Gestrüpp entwickelt. Durch das Anlehnen des Kopfes an der Stoffkopflehne und natürlich weil wir nicht mehr die gesündesten Haare haben, entstand diese Haarpracht.:-) Wieder einmal erkannten wir, dass es Zeit wurde die Haare endlich zu schneiden.:-)))

Nach einem kurzen Aufenthalt ging es dann mit dem Speedboot in Richtung der Inseln.  Auf der grösseren Insel verliessen uns ein paar Einheimische. Wir fuhren weiter zur Kecil Insel. Am Hauptstrand verliessen uns dann die Boygroup. Die Engländer und Holländer  wollten weiter Party machen und  wurden von einem Taxi-Boot abgeholt. Dabei wurden sie vom jungen Fahrer begrüsst mit: Tonight, it’s party time…!! Ja, sie sind am richtigen Platz gelandet.

Für uns 4 ging die Fahrt weiter in den Norden der Insel. Wir waren jetzt schon fasziniert von dem türkisfarbenen Wasser. Es war so klar, dass man bis zum Grund sehen konnte. Zum Glück haben wir uns für diesen Ort entschieden. Einfach Wow!!

Die Perhentian-Inseln sind eine vor der Ostküste der malaiischen Halbinsel gelegene Inselgruppe im Südchinesischen Meer. Es gibt 2 Hauptinseln, die grössere (Perhentian Besar) und die kleinere (Perhentian Kecil). Wir legten uns auf der kleineren, also auf Kecil nieder.  Die Insel ist wirklich klein und es sind keine Strassen vorhanden. Das heisst es ist ruhig und  man kann an weissen Sandstränden unter Palmen gut relaxen, sowie schwimmen, schnorcheln und tauchen. die Atmosphäre ist richtig entspannt. Wenn man uns fragen würde wo das Paradies auf Erden sei, dann wäre Perhentian Islands wohl die richtige Antwort… Wow…!!!

Die Unterkunft war teuer und sicher nicht die schönste Bleibe, aber da wir ja nicht ewigs dort verweilen würden, reichte das schon… Mit Andi und Simone verstanden wir uns prächtig und so genossen wir die kommenden Tagen mit ihnen. Viel diskutierten wir übers Tauchen. Sie hatten vorher auf Koh Tao (Insel in Thailand) einen Tauchkurs besucht. Sie schwärmten enorm davon und Samuel fragte den Zweien richtig grosse Löcher in den Bauch. Sogleich wurden auch Übungen im Wasser gemacht… 🙂 Ich hielt mich noch eher distanziert, schliesslich war ich noch nie sooo begeistert wie Samuel. Simone, Andi und Samuel sagten immer wieder: Nora versuchs doch auch einfach! Samuel braucht schliesslich einen Tauch-Buddy… Ja, ich wurde schon fast unter Druck gesetzt. Ich dürfe nicht vor dem Probieren Nein sagen. 🙂 Haben sie ja eigentlich recht. Aber was ist denn wenn ich keine Luft mehr kriege, die Ohren schmerzen und ich keinen Druckausgleich machen kann und und und… Viel zu viele Fragen- wie immer!

Am ersten Tag  nach unserer Ankunft  durften wir bei schönsten Bedingungen die Unterwasserwelt erforschen mit dem Schnorchel. Die bunten Fische, Korallen und die Riffhaie verzauberten uns schnell und Stunden flogen nur so dahin. Erst  als sich der Hunger meldete, beendeten wir den Schnorchelgang. Es war mit Abstand der beste, den wir je hatten. Einfach verzaubernd… Den Sonnenbrand den wir dann am Rücken davontrugen erinnerte uns noch lange an dieses Erlebnis.

Wir gingen frühzeitig zu Bett, da wir sehr müde waren. Um ca. 23.00 Uhr wurden wir aber wieder wegen wilder Trommelmusik und Gesängen wach. Schnell war unser Interesse geweckt und wir torkelten ein bisschen müde zum Restaurant rüber. Dort versammelte sich eine ganze Gruppe von Musizierenden, die traditionelle malaysische Stücke  spielten. Dieser tolle Rhythmus packte uns schnell und wir erfreuten uns klatschend über die kraftvolle und lebendige Musik.

Nach mehreren Stunden gingen wir dann wieder zurück ins Bett. Für uns war’s ein tolles kulturelles Erlebnis, welches uns in bester Erinnerung bleiben wird.

Am nächsten Tag standen wir früh auf, um an einem anderen Strand Haie zu beobachten. Ja, wir konnten mit Schnorchel und Taucherbrille vielen Haie zusehen, die gerade auf Jagd waren und an einem Riff entlang schwammen. Der grösste Hai war ca. 1.5m! Für uns ein sehr schönes Erlebnis.

Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit Monopoly spielen. Es wurde verbittert gekämpft, bis zum Ende. Das längste Spiel dauerte Sage und Schreibe 4 Stunden- oder warens mehr??? 🙂

Wer viel Zeit hat kommt halt auch auf  komische  Wetten. Wir wollten herausfinden wer am längsten unter Wasser bleiben kann ohne Schnorchel und ohne Bewegung. Apnoetauchen, nennen wir dies auch! Mit einem Bleigurt hielten sich die Männer auf dem Grund auf. Roland, ein älterer gebürtiger Franzose, welcher mittlerweile in Deutschland lebt stosste auch zu uns hinzu und war voll motiviert an dieser Wette teilzunehmen. Der Gewinner erhielt ein Bier.:-) Simone und ich waren Schiris. 🙂

Mit 1.40 Min. gewann Samuel! Juppyy!!! Ausschlaggebend für diese Wette war das viele Diskutieren über Tauchen inkl. Apnoetauchen. Um erfolgreich Apnoe zu tauchen ist eine starke Psyche und gute Atemtechniken wichtig. Wie gesagt, wenn man Zeit hat, dann macht man halt solche Experimente… 🙂

Die Tage flogen nur so dahin und es war eine wunderschöne Zeit auf dieser Insel! Jeden Tag wurde geschnorchelt, gut gegessen und Stunden Monopoly gespielt. Vielleicht hätten wir besser mal Schach gespielt, was meint ihr, Buddys? 🙂

Mit Tieren hatten wir reichlich Kontakt. Ein unschöner Kontakt mit einer Qualle musste Samuel über sich ergehen lassen. Ansonsten sahen wir viele verschiedene farbige Fische (inkl.Nemos natürlich), Riesenrochen, Krebse und Haie… Schildkröten, welche für diese Insel bekannt sind, sahen wir trotz grosser Suchaktion nicht.

Ja, so hiess es dann Abschied nehmen. Von der schönen Perhentian Insel, aber natürlich auch von Simone und Andi. Sie sind uns ans Herz gewachsen und so war’s nicht nur einfach zu gehen. Aber wie immer im Leben muss man Loslassen.

Wir sind dankbar für die tolle Zeit, die vertrauenswürdigen Gespräche, das viele Lachen, die kuulen Games usw usw. Wir fuhren mit unserem Speedboot schon weg, noch immer winkten sie uns zu. Ja, wir freuen uns schon auf unser Wiedersehen! Egal wo, hauptsache mit Monopoly… 🙂

Unser Plan war dann eigentlich direkt nach Kuala Lumpur zu fahren, da wir viel Zeit auf der Insel blieben. Jedoch waren noch immer Schulferien und die Busse alle ausgebucht.  So mussten wir auf gut Glück unsere  Reise antreten und natürlich einen Zwischenstopp mit Übernachtung in Kota Bharu machen. Auch von dort fuhr uns kein Bus mehr in die Hauptstadt.  So übernachteten wir eine Nacht in einem schäbigen Zimmer. Das erste Mal in Malaysia wurde es uns an diesem Ort die stark muslimische geprägte Gesellschaft bewusst. Die meisten Frauen waren verschleiert und die Gebetsrufe vom Minaret waren ständig zu hören. Für uns eine vertraute Umgebung. Ja, es löst in uns manchmal sehr unterschiedliche Gefühle aus wie Unbehagen, Furcht, Unverständnis aber auch eine grosse Faszination und offene Fragen sind da. Sicher wird Malaysia nicht das letzte muslimische Land für uns gewesen sein.

Unsere Reise ging früh Morgens wieder weiter. Im Bus fuhren wir bei grosser Hitze Richtung Kuala Lumpur.  Auf unserem einzigen Zwischenstop assen wir ein wenig und die meisten Muslimen auf der Raststätte gingen zum Minarett um das Gebet zu verrichten. Im Grossen und Ganzen sind die Menschen hier sehr hilfsbereit und freundlich. Nichts ist zu spüren von Agressivität oder Gewalt. Mit ca. 2 Stunden Verspätung erreichten wir Kuala Lumpur. Unser Plan war es in Chinatown eine Unterkunft zu suchen, doch ein Mann im gleichen Bus sagte uns, das Chinatown eher gefährlich sei und er es nicht empfehlen würde. Kurz entschlossen nahmen wir dann mit diesem Muslimen aus Usbekistan ein Taxi und fuhren in einen anderen Bezirk. Der usbekische Reisende suchte für uns 3 ein Hotel, wir hatten mit dem Gepäck an einer Strassenkreuzung auf ihn gewartet. Die Unterkünfte waren halt wieder teuer und so entschlossen wir uns für das billigste. Wir rechneten halt auch mit einer Absteige à la Indien.- Und genau so war’s dann auch.:-)

Kuala Lumpur ist die Hauptstadt von Malaysia und ein administratives, kulturelles und ökonomisches Zentrum des Landes. In Kuala Lumpur sind verschiedene Kulturen und Religionen vertreten, man sieht Minarette der Moscheen, christliche Kirchentürme, chinesische Pagoden und indische Tempel.

Neben der Bauten aus der Vergangenheit prägen auch immer mehr Hochhäuser das Stadtbild. Kuala Lumpur scheint reich zu sein und das ist deutlich ersichtlich.

Während dieser Zeit wo wir in KL waren, fand die ‚World Gas Conference‘ statt. Diese internationale Messe der Gasindustrie findet ist alle 3 Jahre. 3000 Teilnehmer verhandelten und debattierten über die Zukunft des Ergases.

Wir besuchten die Petronas Towers, die höchsten Zwillingstürme der Welt (früher war’s das World Trade Center) und gemeinsam das siebhöchste freistehende Gebäude der Welt. Dort drinn war eben die Gaskonferenz, dazu sind dort viele Einkaufsläden und ein grosses Aquarium welches wir uns anschauten. Grosse Bedeutung wurden den Haien geschenkt. Da es halt immer noch so reiche Menschen gibt, die Haiflossen essen und der Hai immer noch einen sehr schlechten Ruf hat, den er gar nicht verdient. Wir haben unsere Meinung ja auch nochmals überdenkt, seit wir mit ihm friedlich schwimmen.:-) Trotzdem sind wir immer auf der Hut.

Am nächsten Tag besuchten wir das Chinatown Viertel. Dort gings hektisch zu und her. Mit einigen Früchten (den besten Litchis die wir je hatten) gönnten wir uns eine Fussmassage. Diese war zwar nicht wie wir sie kennen, aber eine gute Entspannung und Erfahrung. 🙂 Die Masseurinnen schauten mehr TV als auf unsere Füsse und die Technik hatte nichts mit der versprochenen Reflexzonenmassage zutun. Egal, gut tats trotzdem. Die Inder neben uns schnarchten auf jeden Fall laut.:-)

Inder- gutes Stichwort, nach der Massage gingen wir direkt und auf schnellstem Weg zum Inder essen.

Der letzte Tag in KL und somit auch in Malaysia verbrachten wir mit Shoppen, Käffele im Starbucks und einem Besuch beim Frisör um endlich mal den ersten richtigen Haarschnitt zu machen seit einem Jahr!!!!! Der Coiffeurbesuch beginnt mit Massage von Kopf, Nacken, Schulter und hinunter bis Mitte Rücken. Nachher wurden die Haare einshampooniert mit zusätzlicher Massage. Auf die Frage wie oft Samuels Frisör denn die Haare wasche, meinte dieser doch tatsächlich: sicherlich 2x/ Tag! -Ach Gott.. Wir müssen  dazufügen, dass die Asiaten doch fast alle das selben sind: eitel!

Item, danach mussten wir den Platz wechseln zum Shampoo auswaschen, dazu gabs natürlich eine Massage:-) Ich kriegte wegen meinen Strohhaaren noch ein spezielles Mittel.. -erneut: Massage! Gut endlich kommt das Schneiden. Da können wir nichts bemängeln, Samuels Frisör sowie meine Frisörin hatten das gut gemacht. Meine Frisörin fragte micht dann, wann ich zum letzten Mal die Haare geschnitten hatte. Ich antwortete, dass dies ein Inder in Südindien getan hatte, jedoch nur wenig. Sie antwortete daraufhin prompt mit: Das merkt man, dieser Inder hat die Haare schlecht geschnitten. Es sind lauter Treppenstufen in den Haaren, keine ineinanderfliessenden Stufen.:-) Samuel und ich mussten lachen, passte das doch einfach zu unseren geliebten Indern.  Somit hatte meine Frisörin eine Herausforderung vor sich.

Mit schönster Frisur  wandelten wir dann durch das Shoppingcenter und sahen erst jetzt, wie jeder hier eine gute Frisur hat. Wir gehören jetzt auch dazu! 🙂

Am nächsten Tag machten wir nicht mehr viel, da unsere Reise mit dem Flugi weiter ging. Zurück nach Thailand. Von unserem Hotel aus nahmen wir ein Taxi zum Flughafen. Seit wir reisen, sind wir nie mit Taxis unterwegs, ausser wir fahren zum Flughafen. 🙂 Der Taxifahrer war ein halber Chinese und ein lustiger Kerl. Noch wenn er kaum Englisch verstand lachte er viel wenn wir etwas sagten oder gab einfach Ja zur Antwort, obs passte oder nicht.:-) Als wir ins Taxi gestiegen sind, kam ein anderer junger Mann zu uns und fragte uns ob wir mit ihm das Taxi teilen würden. Wir willigten auf jeden Fall ein. Der Mann stammt ursprünglich aus Iran und studiert nun in Kuala Lumpur Philosophie, da das Studium in Iran nicht erlaubt ist. Er erzählte uns die momentane Situation von seinem Heimatsland. Halt auch ein Land welches uns fasziniert… 🙂

Als wir am Flughafen angekommen sind gings dann flott und mit einem letzten malaysischen Menue verabschiedeten wir uns von diesem sehr faszinierenden Land.

Der Flug ging gut und so landeten wir sicher auf Koh Samui. Dort buchten wir sogleich die Weiterreise, denn wir wollten eigenltich nicht bleiben. Trotzdem schliefen wir eine Nacht in einem schönen Raum und freuten uns auf unsere Ferien, die wir nun brauchten…!! 🙂 Von nun an hiess es einfach nur geniessen und gut gehen lassen…. Es könnte aber mit Samuel noch aktiv werden. -Egal, ich war zu allem bereit!! 🙂

Prima, so gings nach einer Nacht auf Koh Samui, wos im Übrigen sehr sehr ruhig war,  mit dem Schiff auf unsere gewünschte insel Koh Tao.:-) Schon viel haben wir über diese Insel gelesen und gehört. Sie ist bei Taucher sehr bekannt.

Die Fahrt von Samui auf Tao war die schlimmste Schiffstour, die wir je hatten. Einen wahnsinnigen Wellengang brachte etliche Gesichter zum Erbleichen:-) Auch  das Gesicht von Samuel wechselte schnell die Farbe und so floh er regelrecht nach draussen, wo er an der frischen Luft tief ein und ausatmete. Zwischendurch kam er wieder zu mir und fragte mich ob alles gut sei bei mir. Mit seiner Sturmfrisur freute er sich,  gleich wieder raus gehen zu können. Ja, es war eine krasse Fahrt, ganz viele verspürten Übelkeit oder mussten sich Übergeben.

Als das Schiff dann im Hafen endlich still stand verliessen wir dieses und steuerten direkt auf ein Restaurant zu wos Frühstück gab. Endlich was im Magen zu haben war uns wichtig!

Danach wurden wir mit einem Taxi zu unserem ausgewählten Hotel gebracht. Wir haben dieses empfohlen bekommen von Simone und Andi und das war also wirklich eine top Wahl. Wir wussten, dass wir die letzten 2 Wochen hier verbringen wollten. Als uns das Zimmer gezeigt wurde, legten wir unsere Rucksäcke schnell weg. Und es fühlte sich so saugut an. Den Rucksack nun für 2 Wochen nicht mehr packen, einfach mal an Ort und Stelle bleiben,  Meer, gute Stimmung und einfach nur mal geniessen…

Samuel und ich besuchten am ersten Tag die Tauchschule. Da alles sehr professionell und sympathisch voranging, meldeten wir uns sogleich an, den PADI Open Water Kurs zu besuchen.  So gings zackig voran und die folgenden 4 Tagen waren mit Tauchen verplant. super… Samuel hatte die Freude fürs Tauchen sofort entdeckt. Ich hatte die Übungen die man machen muss anfänglich gehasst, aber als wir uns dann auf unsere Tauchgänge machten, waren Samuel und ich voll begeistert und wir freuten uns jeweils auf den nächsten Tag. Einfach WOW….!! Abtauchen in eine ganz andere, sehr ruhige, farbige, vielfältige, unglaublich schöne und bezaubernde Welt!!! Ein unbeschreibliches Gefühl, schwerelos durch das 29-Grad warme Meer zu gleiten und einfach nur staunen.

Zwischendurch ein Hai, dann wieder Nemos, mal ein Schwarm Wimpelfische, viele Drückerfische, undendlich grosse Rochen, traumhafte Schildkröten und unzählige Fische mehr… Einfach traumhaft…

Samuel und ich waren voll begeistert vom Tauchen, waren aber auch glücklich, als unser Tauchkurs zu Ende ging- somit mussten wir nie wieder diese Übungen machen unter Wasser… 🙂 Astrid, unsere Tauchlehrerin war super und wir hatten viel Spass!

Am nächsten Tag kundschafteten wir die Insel mit einem Roller  aus. Sie ist wirklich schön, es gab viel zu sehen.

Samuel entschloss sich, einen Thai-Massage- Kurs zu machen. So haben wir Fon kennengelernt. Fon ist eine Masseurin, welche ein Massagestudio hat. Sie unterrichtete Samuel für die nächsten 4 Tage. Ich durfte als Vorzeige- und Übungsobjekt hinhalten. Manchmal wars pure Freude, manchmal schmerzte es:-) Da ich aber hart im Nehmen bin, machte es mir Spass und die Erfahrung war wiederum super!:-)

Mal links,mal rechts, mal knackte es, mal hopp nach hinten beugen oder dann doch nach vorne…

Wir hatten Spass und Fon war menschlich und fachlich eine wunderbare Frau… Das Englisch war manchmal ein wenig schwierig… Samuel und ich mussten gewisse Wörter erraten:-) Aber so gingen die schmerzhaften Stunden schnell vorüber:-)

Nachdem Samuel sein Zertifikat in den Händen hielt, freuten wir uns bereits auf die nächste Aktivität. Unser Plan wäre mal gewesen auf Koh Tao einfach an den Strand hängen uns nichts tun. Tja, das geht halt irgendwie doch nicht… So haben wir uns noch für Klettern entschieden. Wir machten einen Kurs bei einem Kanadier, welcher hier als Kletterlehrer klettert. Wow, auch das war einzigartig toll… Die Aussicht war super- auf dem Felsen angekommen sahen wir voller Freude auf das wunderschöne blau- grüne Meer…

Nach dem Klettern war dann mal ein wenig Wandern angesagt. So marschierten Samuel und ich zu einem View Point. Da wir uns eigentlich einen anderen ausgewählt hatten,  aber nirgends Schilder zur Wegbeschreibung hingen, landeten wir bei einem weit entfernten aber sehr ruhigen Aussichtspunkt.

Die Wanderung war anstrengend, tat aber unserer Lunge sehr gut.:-) Nach wie vor macht uns die grosse Hitze zu schaffen. Bei sportlicher Aktivität ist uns unser Schweizer Klima schon ein bisschen lieber… 🙂

Am Abend musste ich in eine Apotheke. Als ich den Apotheker nach einem Mittel fragte, zeigte er mir einige. Mit denen war ich aber nicht zufrieden. So fragte ich nochmals nach einem andern. Er zeigte mir 2. Ich fragte den Apotheker, was denn der Unterschied sei und welches er mir empfehle… Tja, ich bekam zur Antwort: „Er sei nur Apotheker und kein Arzt, ich müsse bei einem Arzt nachfragen oder selber im Internet nachschauen…“ Voila, das war eine sehr hilfreiche Antwort.  Tja, die Kompetenzen sind halt schon unterschiedlich, wenn man mit der Schweiz vergleicht… Gut, da der Herr Apotheker nicht weiterwusste, entschied die Pflegefachfrau in Absprache mit dem Herr Physio selber und siehe da, es war ein guter Entscheid. Samuel und Nora sind eben ein eingespieltes, gutes Team…   :-))

Die Tage vergingen schnell… Wir buchten für einen Tag noch einen Bootstrip rund um die Insel, inklusive Schnorcheln… Das war ein wunderschöner Tag. Wir hielten zu gutem Schluss noch auf einer kleinen Insel, wo wir uns nach der View Point Besichtigung, mit einem leckeren Drink eine Erfrischung gönnten.

Am zweitletzen Tag gingen wir erneut Tauchen. 2 Tauchgänge. Der erste war heftig. Die Wellen waren gross, die Strömung unter Wasser sehr stark. Eine gute Erfahrung, jedoch anfänglich wirklich nicht einfach. Der Luftverbrauch war gross, da die Anstrengung von uns Tauchern auch sehr gross war…  Der 2. Tauchgang war dann ein super. Am meisten erfreuten wir uns über die gesehene Schildkröte…

Als wir wieder auf dem Schiff waren, wurde uns allen schlecht… Phuu, krass. Diese Wellen… Wahnsinnig. Wir prallten vollgas aufs Wasser, nachdem das Schiff schon fast abhebte… Wir fielen fast um, konnten so unsere Utensilien kaum zusammenpacken und waren froh, als wir endlich an Land waren. Schlimm wars… Das Tauchen war aber mal einmal mehr wieder superschön….

So, unser letzter Tag nahte… Wir verbrachten ihn bei einer Massage bei Fon’s Massagestudio und verabschiedeten sie…

Auf Koh Tao hatten wir immer am selben Ort gefrühstückt  und das Abendessen zu uns genommen. Das Mittagessen war meist auch im selben Restaurant und so kannten uns die Einheimischen. Wir verabschiedeten und bedankten uns bei allen und mit grosser Wehmut fuhren wir mit dem Schiff zurück ans Land…

Mit einem Nachtbus fuhren wir nach Bangkok. Nun wussten wir, unsere Reise nimmt definitiv ein Ende. Thailand’s Hauptstadt war ja unsere letzte Station, bevor wir von dort wieder in die Schweiz nach Genf flogen.

Der Bus hielt am Morgen um 04.00 Uhr (viel zu früh als geplant) auf einer Strasse und der Chauffeur sagte uns allen: That’s Bangkok…

Gut wir stiegen noch mit müden Augen aus und wurden belagert von Taxichauffeuren. Jeder wollte nun mit dem weissen Tourist das Geschäft des Tages machen. Nur nicht mit Samuel und mir. Wir wussten uns zu helfen und fanden schnell heraus, dass unser momentaner Standort nicht weitentfernt sein kann von unserem ausgewähltem Hotel. So marschierten wir los und streiften durch die dunklen Gassen. Eine Frau fragte uns wo wir denn hin möchten und so zeigte sie uns den Weg. Natürlich mussten wir durch die Kaosanroad. Die weltberühmte Touristenstrasse von Bangkok. Eine Bar nach der andern, ein Restaurant folgt aufs Nächste, Souvenirshops, betrunkene Menschen, laute Musik…. Die jungen Menschen tanzten auf der Strasse den Magarenatanz als wir gerade ankamen. 🙂

Ja, nun sind wir wirklich in dem Bangkok angekommen, welches wir nur kurze Zeit sehen wollten.

Nach dem Einchecken in unser schönes Hotel schliefen wir erstmal kurze Zeit, da wir noch immer sehr müde waren.

Nachher kundschafteten wir diese verrückte, schlaflose Stadt aus…. Wir schauten uns einige Sehenswürdigkeiten an, gingen dann aber schnell mal zum Shoppen. In Bangkok gibts ja unendlich viele Einkaufszentren… Jedoch ist es nicht nur einfach etwas passendes zu finden, denn zum Teil überwiegt die Thailändische Mode und die lässt ja manchmal wirklich zum Wünschen übrig… Mit all den „Rüüscheli“ und Tiger-Muster…. 🙂

Man muss ja schon sagen, die Thais sind sehr eitel. Überall werden die Wangen gepudert, die farbigen Augenlinsen eingesetzt, geschminkt und sogar die Männer haben immer wieder  einen Handspiegel vor dem Gesicht und kämmen sich die Haar in alle Richungen oder zupfen sich die Augenbrauen… 🙂 Für uns war dieses Bild manchmal verwirrend…

Ja, so verbrachten wir noch die letzten zwei Tage von unserer Reise in Bangkok mit Shoppen, sehr vielen Kaffee’s (meist Starbucks;-)), besuchen von Märkten, beobachten der Ladyboys, Besichtigung des schönen Wat Pho’s  und mit gutem thailändischem Essen. Am letzten Abend hatten wir dann noch auf unser Jahr angestossen und liessen dieses nochmals Revuee passieren… Emotional wars, das können wir euch sagen!

So spürten wir, dass wir Abschied nehmen müssen… Unsere Rucksäcke hatten wir zum letzten Mal zusammengepackt und der Taxichauffeur wartete auf uns, um uns zum internationalen Flughafen von Bangkok zu fahren. Ihr glaubt nicht, wir hatten Sage und Schreibe 3 Stunden für die 32 km lange Distanz… 🙂 Diese Stadt ist riesig und so steht man schnell im Stau… Gut hatten wir Proviant mitdabei und teilten mit unserem freundlichen Chauffeur unsere Snacks. 🙂

Wir hatten ein komisches Gefühl… Es ging zum letzten Mal zum Flughafen. Zurück in die Schweiz, unsere Heimat. Wie werden wir wohl wieder zurecht kommen? Was wird auf uns zukommen? Wie geht unser Leben weiter? Was nehmen wir mit? Was lassen wir da? Kommen wir mit der schweizer Mentalität zurecht? Möchten wir nicht bald wieder weggehen? Was essen wir als erstes?  Auf was freuen wir uns am meisten? Was wird uns fehlen??

Fragen auf Fragen, welche uns immer wieder begleiteten in letzter Zeit und ganz besonders in den letzten Stunden. Freude aber auch Angst oder Unsicherheit begleiteten uns zum Check-In Schalter und so gaben wir unseren Rucksack ab. Er war gefüllt. Voll von Schmutzwäsche, Souvenirs, Bücher und schon mitgebrachten Dingen. Wir liessen unser Reisejahr noch einmal Revuee passieren. Mehr als einen Rucksack könnten wir mit unseren Erlebnissen, Gefühlen, Bekanntschaften, Eindrücken und Erfahrungen  füllen. Ein für uns unvergessliches, eindrückliches, wundervolles und zauberhaftes Jahr geht zu Ende…  Doch tragen wir all das in unseren Herzen und bestimmt werden wir noch oft davon erzählen, darüber nachdenken, nachtrauern oder einfach die Situationen nachspielen:-)

Wir sind dankbar, unendlich dankbar, dass alles so gut ging, dass wir beide als so gutes Reiseteam viele schöne, aber auch schwierige Situationen bewältigen konnten. Wir sind dankbar, dass wir so unvergessliche Begegnungen mit wundervollen Menschen machen durften, verschiedene Kulturen kennenlernen konnten, uns selber besser kennenlernten und vieles mehr.
Wir fühlen uns reich im Herzen, welches mit viel Liebe und Freude in diesem Jahr gefüllt wurde!

Nun hoffen wir darauf, dass wir uns in der Schweiz einleben können und einige Sachen hinter uns lassen können und andere Sachen ganz intensiv leben können! Wir sind optimistisch!!

Auch ein grosses Dankeschön an Euch zu Hause gebliebenen. Schön, dass ihr diesen Blog immer wieder mit Geduld gelesen und euch darüber erfreut hattet! Wir danken für jede Nachricht, jede Hilfe, jedes „Mitfiebern“  und jedes  Dasein von Euch!!!

Nun freuen wir uns auf ein Wiedersehen in der Schweiz und wir hoffen, dass ihr Geduld mit uns habt. Es hat uns verändert, dieses Jahr… Und wir denken, das ist gut so!! 🙂

NAMASTE, seit glücklich und geniesst jeden einzelnen Moment, denn wir leben auf einer wundervollen Welt!!!! (und es gibt noch sooo viel zu entdecken…)

Herzliche Umarmung

Nora und Samuel

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