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Archive for März 2012

So, es war Zeit die Hauptstadt von Laos hinter uns zu lassen. Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, endlich einmal einen Fussabdruck von Buddha zu sehen. Dieser Ort nennt sich Pakkading in dem sich das Vat Phrabat befindet. Der Tempel wird durch den Fussabdruck zu einer der wichtigsten Pilgerstätten der Provinz gezählt. Wir wollten einmal mehr so richtig alternativ Reisen und wussten nicht wie wir von diesem kleinen Ort wieder wegkommen. Der Plan war aber reizvoll. Nach etwa 3 Stunden Busfahrt wurden wir geweckt, es  sei Zeit auszusteigen.  In Indien  wäre dieser Service ein Ding der Unmöglichkeit, aber die familiären, sozialen und gemütlichen Laoten zeigten uns mit dieser Geste viel Herz.

Als wir den Bus verlassen hatten, war weit und breit nichts sichtbar von einer Pilgerstätte… Einfach nur eine grosse Strasse war zu sehen. Auf der andern Seite fanden wir dann doch noch den Vat Phrabat. Nachdem wir den Tempel betraten, war unser Schock über das Gesehene gross und sofort breitete sich ein riesiges Lächeln auf unseren Gesichten aus. 🙂 Ja, wir staunten nicht schlecht, als wir einen ca 2 m grossen Fussabdruck entdeckten. War Buddha wirklich so gross???  Und viereckige Zehen hat er auch noch… spannende Angelegenheit…

Nach kurzer Zeit verliessen wir das Gelände wieder und standen, nicht wissend wie weiter, auf der Strasse. Wie von Buddha geschickt kam dann gleich unser laotisches Haupttransportmittel- ein Songtheo- rasend schnell um die Ecke. Ja, Laos gefällt uns und die Menschen sind sehr relaxt, manchmal fast zuuu gemütlich, aber sie haben ein grosses und vorallem warmes Herz.

Ab vom Tourismus führte unser Weg direkt nach Nahin. Nahin  ist ein munziges Dörfli, mit der Hauptattraktion: Markt. Dort bekommt man alles… Von Gemüse über Früchte, von Haarshampoos zu neuen Kleidern und natürlich von aufgespiesten Hühner (auch -eier) zu noch im Wasser schwadernde Frösche, Schlangen und Krebse… Ihr seht, in Asien ist der Markt ein bisschen anders.. 🙂

Unsere Sehenswürdigkeit in dieser Region war die Tham Kong Lo. Das ist eine überdimensional grosse Höhle, die erst im Jahre 1997 von 5 mutigen Erforscher entdeckt wurde.  Das heisst, die Höhle war schon lange bekannt, niemand traute sich aber da rein zu gehen, da man vermutete, dass irgendwelche Geister dort hausten.

Nur schon unsere Fahrt dorthin war abenteuerlich. Mit dem gemieteten Roller fuhren wir bei unsicherem Wetter los in die  Abgeschiedenheit. Nach kurzer Zeit, aber fernab von der Zivilisation, spürte ich das etwas nicht mehr stimmt. Und Voilà, so schnell hatten wir sie… -die liebe Platte. Natürlich begann es auch sofort in Strömen zu Regnen. Unser erster Gedanke war, dass Nora mit jemandem anderen zurückfährt ins nächste Dorf und ich ihnen folge. Wir stoppten den ersten  Rollerfahrer und erklärten ihm mit Hand und Fuss unser Problem. Er hatte auch kein Flickzeug dabei und nahm Nora sofort hinten auf sein Gefährt. Ich folgte ihnen, jedoch nicht sehr lange, es war nicht mehr möglich zu fahren. Die beiden bemerkten dies nicht und fuhren weiter. Phuu, nun war Stossen angesagt. Tief durchatmen und losgings… Solche Situationen sind typisch fürs Reisen. Nichts läuft nach Plan. Nora wartete lange bei einem Mechaniker und irgenwann lief sie dann in meine Richtung. Klar, ich war nicht der schnellste, musste ja einen schweren Roller stossen. 🙂

Beim Mechaniker angekommen, erledigte er seine Arbeit sauber und schnell und wir waren gerade froh unter dem Dach seiner Werkstatt  den Regenguss halbwegs trocken zu überstehen.

Dann waren wir wieder on the road…  So schnell wie noch nie:-)

Wir erreichten ohne weitere Pannen die Höhle. Die 5 Freiwilligen Entdecker brachten viel Mut mit und paddelten durch die pechschwarze Höhle. Aus Angst, nicht wieder herauszufinden, streuten sie Reishülsen ins Wasser. Aber das war gar nicht nötig: Nach einem halben Tag kamen sie am anderen Ende wieder heraus- und hatten bewiesen, dass die Höhle trotz Dunkelheit, Kälte und Geistern passierbar ist.

Ja, uns blieb der Atem weg beim Anblick dieser Höhle. Der klaffende Eingang zeigt sich wie ein Schlund. Nach den ersten Schritten in die Dunkelheit des Tunnels, der an manchen Stellen bis zu 100 Meter hoch ist, wich das Sonnenlicht langsam zurück und es verbreitete eine gespänstische Atmosphäre.

Die Höhle ist fast gänzlich mit Wasser gefüllt und wird mit dem Boot passiert. Die Rundfahrt dauerte etwa 3 Stunden.  Wir mussten an diversen Stellen  aus dem Boot steigen, um es über Stromschnellen und Kieselbänke zu schieben.

Die Hauptattraktion ist der so genannte Tempelkomplex- keine Sakralbauten, sondern meterhohe Tropfsteine, die seit kurzem beleuchtet werden.

Für uns war  das ein sehr eindrückliches Erlebnis und bleibt uns in Erinnerung…

Auf der Rückfahrt von der Höhle nach Nahin trafen wir viele spielende Kinder, hart arbeitende Frauen und Männer

und wunderschöne Landschaft.

Bei grösster Hitze und über Stock und Stein fuhren wir am nächsten Morgen von Nahin nach Savannakhet. Zuerst fuhr uns ein Songtheo zur nächst grösseren Station. Am Vorabend fragten wir extra nochmals um welche Zeit dieses Gefährt starten wird. Zur Antwort kriegten wir 08.00 Uhr. Pünktlich standen wir da. Und tatsächlich sagten uns mehrere Leute, dass dieses Songtheo das richtige sei. Das Gepäck auf dem Dach und wir drinnen auf den harten Bänken gings tatsächlich los. Eine ältere Frau fuhr noch mit uns. Sie gefiel uns, sie lachte oft und machte irgendwelche Witze. Nach vielleicht 10 Minuten waren wir plötzlich wieder bei der Busstation, dann sagte man uns, das Songtheo fahre doch erst um 09.00 Uhr. Wir  dachten es sei ein Scherz, es war aber bitterer Ernst…

Endlich gings dann los. Das Songtheo war inzwischen vollgestopft und verliess tatsächlich die Busstation. Nach ca. 10 minütiger Fahrt drehte doch tatsächlich der Songtheofahrer wieder um. Keiner wusste weshalb. Und schon wieder waren wir bei der Busstation. Ach siehe da…Die alte lustige Frau hat wohl vergessen ins Songtheo zu steigen. Somit erhielt der Fahrer ein Telefon von der Busstation, er habe da noch jemanden vergessen. Herrlich…

Die kurvenreiche Fahrt ging dann endlich los. Inzwischen war es einigen Kindern schlecht. Dann streichen die Eltern ihnen meist eine Salbe ins Gesicht, Nacken und Hals, welcher gegen Übelkeit helfe. Es riecht immer sehr stark, ähnlicher Geruch wie der uns bekannte Tigerbalsam.

Die ältere Dame hat dann inzwischen ihre Blätter mit der Tabakmischung einige Male hervorgenommen und gemischt. Das sieht dann meist aus als würde sie einen Joint drehen. Danach ab in den Mund. Oftmals sah sie uns an und lachte übers ganze Gesicht. Wir mussten dann auch lachen über diesen Anblick… Ihre Lippen und ihre Zähne waren natürlich bereits leuchtend rot verfärbt. Die Zähne sind halt davon auch nicht mehr die schönsten.  Sieht immer wieder super aus:-))

Endlich in Savannakhet angekommen… Dieser Ort wählten wir nur aus, um unser Laos Visum zu verlängern. Die ersten Informationen wollten wir uns im Touristenbüro holen… Doch dieses Büro versprach nicht viel Hoffnung. Mit fast gar keinem Englisch versuchte der Angestellte uns mitzuteilen, dass wir auf den Polizeiposten müssten. Schade, dass die Touristenbüroangestellten nicht mal ein bisschen Englisch sprechen… Mit vollem Gepäck und ein paar übrig habenden Nerven (besonders Nora hatte keine Nerven mehr.:-)) schleppten wir uns zur Polizeistation. Sie war aber geschlossen, wir wurden auf den morgigen Tag vertröstet. Zu spät… Da half nur noch ein gutes Guesthouse und ein leckeres Abendessen. Neuer Tag, neues Glück…  Wir standen erneut vor der Polizeistation, wo eine Wache stand, welche Nora nicht ins Gelände reinlassen wollte. Er zeigte immer auf ihre Hosen. Sie trug aber wie immer kulturangepasst lange und nicht kurze Hosen. Wir verstanden die Welt nicht mehr. Ich lief alleine los um unsere Pässe abzugeben und den Visumsantrag auszufüllen. Plötzlich kam Nora dazugerannt. Sie hat diese Wache wohl Sturm gelabert und durfte nun trotz langen Hosen ins Polizeiareal. Grund weshalb man sie zuerst draussen stehen lassen wollte, war…. … die Frauen müssen einen traditionellen Rock tragen. Dieser reicht bis knapp über die Knie. 🙂 Ist das nicht krass… Höchstwahrscheinlich hätte einer ausländischen Frau etwas schlimmes passieren können, man hätte sie ohne Rock nicht hereingelassen. Doofe Regel…
Die Antragsstellung ging dann flott, um ein paar Dollar leichter und mit einem komischen Gefühl für 4 Tage passlos zu sein verliessen wir die Polizeistation.

Statt diese Tage im nicht sehr atemberaubenden Savannakhet zu verbringen, beschlossen wir weiter südlich nach Pakse zu fahren.  Halt eben ohne Pässe.

Pakse ist auch kein Schmuckstück von einer Stadt. Schöne Touristenattraktionen sind eher ausserhalb von Pakse zu finden. Aber das leckere indische Essen in dieser Stadt hielt uns trotzdem ein paar Tage dort.. Wir essen mehr indisches als laotisches Essen seit wir auf laotischem Boden sind… 🙂 Was das wohl zu bedeuten hat…

Ohne Pass kommt man ja nicht weit, somit war das Mieten von einem Roller unmöglich. Wir entschlossen uns das Bolavenplateau mit einem Bus zu besuchen.

Ohne Bus aber mit Songtheo und völlig überladen ging unsere Fahrt los zum Bolavenplateau. Als wir ankamen wurde uns schnell bewusst, dass man ohne fahrbaren Untersatz aufgeschmissen ist. Mit einer feinen Melone, die für uns alleine viel zu viel war, durchstreiften wir die Strassen. An jeder Ecke gaben wir dann wieder ein Stück von unserer süssen Frucht ab.

Genauso wie wir das in Asien gelernt hatten. Essen teilen ist sehr wichtig. Hinduisten und Buddhisten leben dieses Teilen auf eine sehr schöne Art aus. Wir finden das eine tolle Sache, welche verbindet.

Nach einem kurzen Abstecher in einem netten Restaurant und dem Probieren des  örtlichen Kaffees (hat einen sehr bitteren Geschmack und ist sehr stark) entschlossen wir uns zurück nach Pakse zu gehen. Mit unserem Gefährt konnten wir sehr viel mehr sehen und das Leben auf dem Land beobachten.

Am nächsten Tag stand ein Felsvorsprung auf dem Programm der 15 Meter hoch ist und ein schöner Wasserfall sein soll. Dieser Platz wird als sehr untouristisch und ruhig beschrieben. Das sind Plätze für uns.

Ja, er war zauberhaft. Besonders weil er sehr ruhig war. Das Baden hat uns wunderbar abgekühlt.

Am nächsten Tag mussten wir eine mühsame Busfahrt auf uns nehmen. Zurück ins doofe Savannakhet. Unsere Pässe beziehungsweise unsere Visa’s warteten auf uns. Ohne Probleme kam auch Nora mit ihrer Hose durch die Kontrolle der Polizeistation. Stopp, das heisst, es war gar kein Wächter zur Kontrolle da… 🙂

Wir mussten Warten. Die Laoten sind in jeder Hinsicht sehr gemütlich. Natürlich mussten die Politessen noch ein Schwätzchen hier und dort halten, bis sie dann wieder einen neuen Auftrag erhielten. Die  Eine beobachteten wir. Sie sass mit dem Kaffetassli neben ihr am Schreibtisch. Zuerst schwatzte sie ein Momentchen, danach nahm sie ein Klatschheftli zu sich und las darin und als dann ein Polizist kam und ihr einen Haufen Papiere übergab, arbeitete sie dann doch noch. Aber klar, selbstverständlich in einem gemächlichen Tempo… So schön kann Arbeiten sein. Immer wieder zeigt es uns auf, unter welchem wahnsinnigen Druck unsere Arbeitswelt abläuft. Beides ist nicht gut. Ein schönes Mittelmass wäre der Goldweg…

Und siehe da, wir erhielten ohne irgendwelche Probleme unser verlängertes Visa. -Endlich hatten wir unsere Pässe wieder in den Händen.

Bereits am nächsten Tag sassen wir früh morgens wieder im Bus. Zurück nach Pakse. Dort gefällts uns irgendwie…:-)

Die Fahrt war aber ganz schlimm. Wie schon mehrere Male erwähnt sind die Laoten saumässig ruhig und gemütlich. Ja, manchmal neigen sie schon fast zur Langweiligkeit… (Bitte nicht vergessen, wir finden dieses Volk sehr angenehm, hilfsbereit und uns gefällt das ständig freundliche Lachen.) Aber denkt euch das, wir hatten für 140km  mehr als 4 Stunden. Die Busse haben leider keine Haltestellen, somit kann jeder seinen Wunsch vom Halten angeben und der Buschauffeur haltet tatsächlich manchmal alle 500 Meter. Die Passagieren müssen nicht mal mehr 10 Meter Gehen um ihr Haus zu betreten. Ein Wunder, dass die  Buschauffeure die Menschen nicht noch im eigenen Bett sanft abladen… Es war einmal mehr eine Geduldsprüfung. Ach, was ja auch der Hit ist, die Busse halten und innerhalb kürzerster Zeit stehen unzählige Frauen im Bus oder ausserhalb des  Busses an den Fenstern und wollen einem Reis, aufgespieste Chicken, cold drinks und sonstige Fleischspiessli verkaufen. Die Laoten fahren da voll drauf ab. Das muss enorm billig sein… Entschuldigung wenn ich das aussprechen muss, aber sie Essen dann nicht mehr, sie Fressen wahrhaftig.:-)

Bei Ankunft waren wir fix und fertig und wir diskutierten darüber wie es wohl sei, wenn wir zum ersten Mal in der Schweiz mit der SBB oder BSU umherfahren… 🙂 Wir sind gespannt darauf…:-)

Am nächsten Tag stärkten wir uns mit einem leckeren Frühstück. Dabei hat es angefangen  zu Regnen. Ja, der Monsun kommt näher und die Regengüsse werden nun vermehrt auftreten. Schön, wir freuen uns darauf!! Wir wussten nicht genau, ob wir bei diesem Regen einen Roller mieten sollten, wie wir eigentlich geplant hatten. Als der Himmel wieder lachte, schwingten Nora und ich uns sofort auf den niegelnagelneuen Flitzer. Unser Ziel war Vat Phou in Champasak!!

Der Tempelkomplex Vat Phou gehört zu den frühsten und stimmungsvollsten Heiligtümern der Khmer ausserhalb Kambodschas (zu den Khmer erklären wir euch mehr im nächsten Beitrag). Die ältesten Ruinen stammen vermutlich aus dem 6. Jh. und gehen Angkor (auch dazu mehr in im nächsten Blog) zeitlich voraus. Ursprünglich hinduistischen Göttern geweiht, wird im Bergtempel seit dem 14. Jh Buddha verehrt.

Nach Indien war das der ersten Tempel, der uns so richtig beeindruckte. Wir sahen so viele Gottheiten die uns bekannt waren und bewunderten die sorgfälltige Bauweise, die von viel Ehrfurcht und Glauben zeugt. Es ist auch sehr interessant wie sich die Ruine mit der Natur verbindet.

Dieser Ort hat uns sehr gut gefallen, vorallem wegen der Umgebung, in welcher der Tempel seinen Platz fand. Der Gipfel, der majestätisch über dem Tempel thront, sowie die sprudelnde Quelle die aus dem Berggestein hervorkommt.  Diese Quelle am Fuss des Massivs gab vermutlich den Ausschlag für den Bau des Heiligtums. In Kombination mit sehr speziellen Licht und Wetterverhältnisse entstand eine super Stimmung.

Auf dem Rückweg besuchten wir noch eine katholische Kirche die von den Franzosen erbaut wurde und ein buddhistisches Kloster.

Um zwischendurch die Lunge und das Herz zu belasten, entschied ich einen übergrossen Buddha auf einem Hügel näher zu betrachten. Ja, die Lunge und das Herz wurde tatsächlich belastet. Es ging einige 100 Treppenstufen steil hinauf. Auch der Weg zu Buddha ist halt steinig…:-)

Früh am Morgen sassen wir bereits wieder auf dem Roller. Der 90 km entfernte Tad Lo Wasserfall wartete auf uns. Die Fahrt dorthin war wie immer sehr schön. Wir lieben es ausserhalb der grösseren Orten zu sein. Weit und breit keine Touristen und somit ein sehr authentisches Leben zu sehen. Wundervoll… Viele lächelnde Gesichter sahen wir, neben spielenden Kindern und arbeitenden Eltern fuhren wir vorbei und genossen so die Landschaft in vollen Zügen. Zwischendurch mal anhalten um ein bisschen auszutauschen, wobei wir mit Händen und Füssen uns verständigten- das ist Leben… Und es macht uns sooo enorm glücklich…!!

Tad Lo und seine 2 anderen Nachbars- Wasserfälle liegen in einer wunderschönen Gegend. Es ist ruhig und fernab von den lauten  Strassen.  Beim ersten Wasserfall hielten wir an, assen etwas und liefen dann zum Wasser. Es war ein Feiertag. Der Tag der Frau. Die Asiaten haben für alles einen Feiertag, besser gesagt, sie feiern diese Tage wirklich sehr ausgeprägt! (Falls ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, so feiert man ihn halt am Montag noch nach, somit haben dann alle am Montag auch noch frei… Kuul, oder?!?) Reis, Gemüse, Fleisch und jede Menge Bier war mitdabei.  Es hatte schon fast zu viele Menschen. Ich lief da die Kaskade hoch und wurde von Einheimischen zu einem Bier Lao eingeladen. Sie laden einen oft ein, sie teilen gerne und sind wirklich sehr freundlich.

Beim Tad Lo, unserem zweiten Wasserfall trafen wir dann noch mehr Einheimische, die auf die Frauen anstossten.  Enorme Menschenmasse versammelten sich da. Wir nahmen dann ein bisschen Abstand vom bunten Treiben  und genossen von oben in aller  Ruhe eine schöne Aussicht auf den herrlichen Wasserfall (klar, der ist nicht zu vergleichen mit dem Rheinfall…).

So, genug gesehen… Wir machten uns mit unserem Flitzer wieder auf den Rückweg nach Pakse. Auf der Fahrt fing es plötzlich zu regnen an… Sofort suchten wir Unterschlupf bei einem Shop. Die Menschen nahmen uns sehr herzlich auf, wir durften unseren Roller ins Trockene stellen und wir kriegten Stühle zum Sitzen. Es kamen dann noch andere Einheimische dazu und die Zeit verging schnell  mit Gesprächen, Essen und Beobachten der spielenden Kindern im strömenden Regen. Immer wieder freuen wir uns, wenn man sieht wie die Kinder mit einfachsten Mitteln in der Natur spielen.

Glücklich, sicher und zufrieden in Pakse angekommen gaben wir den Roller zurück und packten im Hotel bereits einige Sachen zusammen, da wir am nächsten Tag weiterreisen wollten. Die letzte Station in Laos, bevor wir dieses wundervolle Land nach 5  Wochen wieder hinter uns lassen.

Mit einem Minibus wurden alle Touristen eingesammelt und dann machten wir uns definitiv auf den Weg  Richtung Süden. Hinter uns sassen 2 Schweizer.  Sie reisen auch einige Wochen in Laos umher. Es war eine gute Fahrt und die Unterhaltung mit dem schweizer Päärchen gefiel uns gut. Der Hammer war aber eine österreichische ältere Dame die auch mit uns im Bus mitfuhr. Sie und auch die Schweizer mussten an einem anderen Ort aussteigen als wir.  Nachdem der Fahrer der Österreicherin  x Mal gesagt hatte, sie müsse nun aussteigen, sie seien am Ziel angelangt sagte sie immer wieder das könne nicht sein. Dann schaute sie zu uns und sagte:  „dann müsst ihr aber auch aussteigen.“ Wir versuchten ihr zu erklären dass wir das nicht müssen, weil wir an einen anderen Ort gehen.  Irgendwie verstand sie das nicht und blieb trotzig im Auto sitzen. Sie forderte den Fahrer noch in einem zackigen Ton auf, er soll nun jemanden organisieren, der Englisch sprechen kann. Auch dort erklärten wir ihr, dass dies ja kaum möglich sei. Wir waren in einem eher abgelegenen Platz, weit und breit wahrscheinlich niemand der besser Englisch konnte. Die Schweizer sagten ihr dann nochmals, sie müsse nun aussteigen, es sei der richtige Ort. Erst danach stieg sie noch etwas unsicher aus und verabschiedete sich von uns. Ja, trotz vielen Reisen die man unternommen hatte und die einen jung und flexibel halten sollten, ist das nicht bei allen der Fall…. 🙂 Wir hoffen unsere gelernte Flexibilität beibehalten zu können.

Gut, auch wir erreichten kurzdarauf unser Ziel. Mit dem Rucksack am Rücken stiegen wir in ein Boot, welches uns auf Don Khon brachte. Das ist eine Insel die zu den Si Phan Don (4000 Inseln) gehört.  Es gibt 3 Hauptinseln. Wir wählten die ruhigste und untouristischste aus. Gemäss unserem Reisestil:-))

Die Viertausend Inseln sind ein einzigartiges Feuchtgebiet, indem der Mekong seine grösste Ausdehnung erreicht. Auf einer Länge von 50 km und einer Breite von bis zu 14 km gliedert sich der Fluss in etliche Kanäle und gibt hunderte kleiner Inseln frei.

Unser Ziel war, diese kleine Insel zu Fuss auzukundschaften. Es war zwar drückend heiss, aber die dichte Vegetation sorgte für Schatten.

Den ersten Stopp machten wir bei einem eindrücklichen Wasserfall. Ein passender Satz von einem Franzosen, welcher dieses Naturschauspiel beobachtete, lautete: „Alles in dieser gigantischen Landschaft atmet Kraft!“

Interessant auf dieser Insel ist das Erbe der Franzosen in Form von einer alten Dampflokomotive. Es zeigte die Bemühung der Franzosen, einen  schnellen Handelsweg  von einer Insel zur nächsten zu fördern.

Sichtbar ist Heutzutage nur noch eine vor sich hin rostende Dampflok und Verladerampe.

Don Khon  gibt einen sehr authentischen Einblick ins laotische Leben.

Wir spielten mit einheimischen Kindern und erfreuten uns über ihre natürliche und verspielte Art,

beobachteten das ländlische Leben und lachten über die dicken Tiere.

War es doch schön zu sehen, wie sich nachts der Mekong mit kleinen Lichtern der Fischerboote dekorierte und morgens die Frauen in mühevoller Handarbeit ihre Wäsche machten und nebenan die  Kinder  im Wasser plantschten.

Ja, das Leben auf  Si Phan Don  ist gemütlich und wir fanden uns erstaunlich schnell in einer Hängmatte wieder- genau wie die Laoten, die lassen das Leben etwas ruhiger angehen.

Dann hiess es wieder Abschied nehmen… Wie so oft schon. Ein schönes und interessantes Land zu verlassen  ist nicht immer einfach, doch neues Abenteuer wartet auf uns und dafür sind wir offen und bereit:-) Wir sind noch lange nicht Reisemüde!!!!!!

Geniesst den Frühling!

Liebe Umarmung

Nora und Samuel

*** die welt gehört dem, der sie geniesst***

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Willkommen in Laos!!!

Wir hatten Indien mit ein wenig Wehmut hinter uns gelassen und somit flogen wir von Mumbai nach Bangkok. Dort trafen wir dann nach langem Suchen und Kommunikationsproblemen endlich  unseren Freund Patrick. Die Freude war von uns allen riesengross. Waren  es doch  7 Monate her seit dem letzten Treffen. Zum Glück hatten wir einige Stunden Aufenthalt in Bangkok, somit konnten wir uns bestens unterhalten über die vergange Zeit. Im Starbucks genossen wir dann zu einem leckeren Käffeli die selbergemachte „Züpfe“ welche Mam für uns gebacken hat! Mmmh, ein grosses Stück Heimat. Es war für uns ein Festmahl!!! In diesem Sinne ein erneutes Dankeschön an Mamma Bomba!!! 🙂

So, dann ging unser Flug weiter Richtung Laos. Wir landeten am frühen Abend in Luang Prabang.

Gerne möchten wir euch zuerst einige Wichtigkeiten über Laos erzählen.

Grundsätzlich müssen wir sagen, hier in Laos herrscht eine entspannte, sehr friedliche Atmosphäre.  Ein landestypisches Phänomen ist die Gelassenheit der Laoten. Die Menschen  sind sehr freundlich und man wird oftmals mit einer Liebenswürdigkeit aufgenommen.

Laos ist ein Land, über das man im

Westen praktisch nichts weiß. Dabei wurde kein anderes Land so sehr vom Vietnamkrieg in Mitleidenschaft gezogen. Obwohl offiziell neutral, mussten die Menschen unzählige und ziellose Bombardierungen ertragen.  Die USA warfen in neun Jahren so viele Bomben  pro Einwohner wie auf kein anderes Land in der Geschichte. Ein Grund dazu waren die Einsatzbefehle der amerikanischen Bomberpiloten, die ihnen zum Teil verboten, mit vollen Bomben von ihren Einsätzen über Vietnam zu ihren Stützpunkten in Thailand zurückzukehren. Somit war es ja einfach, die überzähligen Bomben auf dem Rückflug  über dem laotischen Dschungel abzuwerfen.

30%  aller Bomben sind nicht detoniert!!!! Somit sind 40 Jahre nach dem letzten Bombenabwurf auf Laos noch immer ca. 80 Mio.  Sprengkörper vorhanden.

Man kann deutlich die amerikanische Herkunft ablesen.  Es würde mehr als 100 Jahre dauern, bis das ganze Land  „gesäubert“ wäre.

Was uns aber doch sehr nachdenklich macht,  die USA  hatte 40 Mio. US- Dollar für humanitäre Organisationen zur Sicherung der Bomben an Laos gespendet. Aber die  Regierung der USA gibt täglich(!!!!!!) 40 Mio. US- Dollar für Bombenkampagne aus… Wo ist da das Verhältnis??? Also für uns ist klar, die nächste Reise wird bestimmt nicht in die USA gehen… 🙂

Schlimm ist, dass täglich immer noch viele Menschen an den Sprengkörpern sterben oder sich verletzen. Wir trafen viele laotische Menschen, die nur noch 1 Bein, oder 1 Arm haben, die keine Augen mehr haben, Verbrennungen oder oder oder… Das macht traurig und nachdenklich….

Laos gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Das jährliche Pro Kopf Einkommen der Laoten beträgt momentan 740 USD.  Die meisten Einwohner leben nach wie vor am oder knapp über dem Existensminimum.

In Laos‘ unberührter Natur leben sehr viele wilde Tiere. Dichte Wälder, Berge und Flüsse machen 3/4 des Landes aus.

Gut, weiter gehts.

Luang Prabang’s Lage ist aussergewöhlich schön. Berge säumen den Mekong und formen eine Art rundes Tal.  Es war ein lieblicher Anblick, welcher uns an europäische Seelandschaften erinnerte.

Luang Prabang wurde von der UNESCO 1995 zum Weltkulturerbe erklärt.

Immer wieder sieht man die Spuren der Kolonialherrschaft der Franzosen in Form von Villen und Baguetten.:-))

Am Flughafen von Luang Prabang lernten wir den deutschen Hubert kennen. Hubert hat sich uns angeschlossen und somit fuhren wir zu 4 ins Zentrum um uns ein geeignetes Guest House zu suchen. Wir fanden ein wirklich gemütliches und machten uns bald darauf auf den Weg zum Essen. Patrick wurde mit einer Willkommenskokosnuss begrüsst.

Nach dem leckeren Essen und dem gemütlichen Zusammensein zogen wir uns müde in unser Zimmer zurück. Vor dem Schlafen gehen gab es noch Bescherung. Ganz viele tolle und notwendige Dinge haben wir von einigen  von Euch erhalten. Vielen herzlichen Dank auch hier nochmal!!!!

Am nächsten Morgen standen wir sehr früh auf. Denn jeden Morgen um 06.00 Uhr verwandelt sich die eine Strasse  in einen Laufsteg. Ehrenwürdig schreiten orange gewandete Mönche in einer langen Reihe der Strasse entlang und nehmen schweigend Essensgaben von Gläubigen in Empfang. Dieser Almosengang (Dag Bat) zählt zu den wichtigsten religiösen Handlungen im Theravada- Buddhismus. Mit ihren Gaben können die Gläubigen Verdienste für ihre nächste Wiedergeburt erwerben.

Es war ein wirklich schönes Bild, die leuchtenden Gewänder vor den  (im Morgendunst mystisch wirkenden) Klosteranlagen…

Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück, machten wir 4 uns auf die Socken, Luang Prabang auszukundschaften.

Wir besuchten verschiedene und wunderschöne Tempelanlagen.

Auch schauten wir uns das königliche Palastmuseum an. Die wichtigse Sehenswürdigkeit des Museums ist der Phra Bang (ehrwürdiger kleiner Buddha). Das ist eine Skulptur aus Gold, Silber und Bronze. Anfänglich suchten wir sie in einem nahegelegenen Tempel, doch dieser Platz war leer. Patrick konnte das natürlich nicht auf sich ruhen lassen und seine Spürnase suchte intensiv weiter im Museum. Nach einer gewissen Zeit, kam er dann zu uns und sagte geheimnisvoll, er wisse nun wo der kleine Buddha sei. Total gespannt liefen wir unserem „Museumsführer“ Patrick nach und siehe da- die Skulptur stand in einem unauffälligen Raum. Besonders berauschend war der Anblick jedoch nicht.

Als sportliches Ziel wählten wir den „Phou si“ aus. Mit seinen 329 Stufen war dieser Aussichtspunkt wie geschaffen für einen männlichen Wettkampf.

Oben angelangt schauten wir uns den Schrein an und genossen die Aussicht auf die Flüsse Mekong und Nam Khan.

Die Nachwehen Indiens und der hektische schweizer Arztalltag zeigten Spuren und zwingten uns am Fluss zu entspannen… 🙂

Am Abend sassen wir 4 im Garten unseres Guest Houses und genossen ein kulinarisches Highlight: schweizer Schokolade, Balserläggerli, schweizer Käse, schweizer Knäckebrot Rotwein und 11-i Bier!!! Unser deutscher Freund Hubert und Bierbrauer von Beruf lobte unser 11-i Bier in höchsten Tönen. Auch sagte er immer wieder: Das sei jetzt aber ein gelunger Abend! Es hat ihm wirklich sehr gut gefallen!! Und uns natürlich auch. Samuel und ich genossen die schweizer Leckereien mit jedem Bissen. Lang ist’s her…

Am nächsten Tag ging unsere Reise  weiter zu dritt. Zu unserer Überraschung erhielten wir am Busbahnhof Plätze in einem Mini Bus. Zuerst dachten wir was für ein Luxus, nun bemerkten wir aber schnell den asiatischen Stil. Patrick klebte fast am Fester, Samuel war zwischen den Sitzen eingeklemmt und ich wurde von einer englischen Familie erdrückt. Dazu waren die Strassen sehr holprig. Dachten wir doch,  in Laos  herrschen andere Sitten. Wir nahmens gelassen. Nur die flexiblen überleben langes Reisen 🙂

Angekommen in Nong Kiao war unser Plan dort zu übernachten. Aber spontan änderten wir unseren Plan und liefen mit schwerem Gepäck zum Bootsanleger. Patrick bemerkte schon dort, dass Bananen manchmal lebensrettend sind. 🙂

Eingezwängt in einem einfach gebauten Böötchen fuhren wir auf dem Nam Ou nach  Muang Ngoi Kao. Das aussergewöhnliche an diesem Ort ist, dass er nur mit dem Boot erreichbar ist.

Dieser kleine Ort ist sehr touristisch und somit war es nicht verwunderlich, dass es lange dauerte bis wir einen Platz zum Schlafen fanden. Patrick und Samuel zogen alleine auf Zimmersuche los, während ich in einem Restaurant mit schönem Ausblick die Stellung hielt.

Nach dem 6 Misserfolg sagte Samuel zu Patrick: „Vielleicht müssen wir Heute zum ersten Mal die Hängematte aufstellen!“ Patrick blieb aber recht ruhig. Er hat ja auch schon einige Flecken auf dieser Welt gesehen. Geduld wird ausbezahlt….

Natürlich wurde ich bei der Rückkehr von den Zweien auf die Schippe genommen. Sie sagten mir, sie hätten nur einen winzigen Raum gefunden in dem 2 Männer schlafen könnten und ich sollte mit einer anderen schweizer Touristin das Bett teilen. Ja, ich glaubte ihnen und stellte mich darauf ein. Umso grösser war die Freude, als Samuel und Patrick mir ein schönes Hüttchen für uns drei präsentiert hatten.:-)

Nach dem Einchecken  mussten wir uns mal stärken mit einem leckeren Essen…

Wir waren alle sehr erstaunt beim Anschauen der Menuekarte. Fast alles wird mit Fleisch gekocht. Die Vegetarier haben’s in Laos schwer. Auch sahen wir wieder inmitten des Dorfes, wie eine Sau geschlachtet wurde. Die Geräusche dieses Tieres liessen uns fast nicht mehr los…:-)

Am nächsten Tag  schauten wir uns als erstes den einzigen Tempel des Dorfes an.  Dieser wurde im 2002 erneuert und es leben 2 ältere Mönche und bis zu zehn Novizen dort.

Danach besuchten wir 2 verschiedene Höhlen. Der Aufstieg dorthin war nicht Ohne… Sehr steil gings über Stock und Stein und ich war mit meinen Flip Flop natürlich bestens ausgerüstet… Hmmm…

Die Höhlen zeigten Spuren des „Geheimen Krieges“ mit verschiedenen Kriegsmaterialien…  Natürlich brach bei Samuel  und Patrick der Forschergeist durch und sie mussten abseits von ausgetretenen Pfaden alte Kriegswrackteile genaustens unter die Lupe nehmen.:-)

Beim Abendessen entschieden wir uns dafür einen 3-tägigen Trek zu machen.

Somit gings am nächsten Morgen mit gepacktem Rucksack und gutem Schuhwerk los. 2 Führer waren dabei. Der Eine war für die Sprache gut, der andere für das Leben in der Natur!!

Am ersten Tag waren wir nicht wirklich lange unterwegs. Wir marrschierten über wackelige Brücken,

durch Reisfelder,

an Schweinen vorbei,

in ein Hmong Dorf (dort leben etnische Minderheiten). Diese Dörfer sterben langsam aus, weil sie zu klein sind und dadurch haben sie natürlich wenig Überlebenschancen. Die Einwohner ziehen dann in immer grössere Dörfer.

Wir erfuhren, dass wir dort die erste Nacht bleiben werden.

Da uns die Bewegung am ersten Tag zu wenig war, sagte uns  Jay (unser Guide), es gäbe noch einen schönen Wasserfall in der Region. Somit waren wir top motiviert, diesen berüchtigten Wasserfall zu sehen.

Was wir aber sahen, war eher zum Lachen als zum Bestaunen.  Es hat sich nicht einmal gelohnt ein Foto davon zu machen, man würde dieses Wasserspritzerli kaum erkennen…:-)

Wir erfreuten uns aber an den anderen schönen Sachen der Natur.

Der interessanteste Vorfall des Tages war, dass unsere 2 Guides eine Kobra gesehen hatten. Patrick, Samuel und mir wurde dieser Anblick aber Verwehrt… Zu unserem Leide…

Auf dem Rückweg  machten wir eine Erfrischungspause in einem anderen Dorf. Samuel suchte seine körperliche Betätigung, indem er die Palmkrone erklimmen wollte… Dies gestaltete sich aber nicht so einfach:-)

Ein erster Versuch im Pétanque zeigte Samuel auf, wie viel Übung dieses Spiel benötigt… 2  Siege durch unseren Guide kostete den schweizer Männer 2 Bier… 🙂

Ich lag relaxt in der Hängematte, mit einem sehr anhänglichen Äffli und las konzentriert in meinem typischen Frauenbuch (wurde täglich mehrmals hochgenommen von Patrick und Samuel…)!!!

Abschluss des Tages bildete ein typisch laotisches Essen: Klebreis, Salat aus jungem Bambus, Kürbissalat und Gemüsesuppe. Dies war ein richtig leckeres vegetarisches Gericht. Wir hatten es sehr genossen.

Voll motiviert starteten wir in den neuen Tag und mussten sehr schnell erkennen, dass dieser Tag eher anstrengend wurde. Steil bergauf schwitzten wir bei grosser Hitze. Dankbar waren wir über den Besuch einer Schule, so gab es endlich mal eine Pause.

Weiter ging es mit treken bis wir in ein kleines Dorf gelangten. Hier wird noch richtig Handwerk betrieben wie vor 100 Jahren. Es werden Fischernetze repariert, die Kinder beschäftigen sich mit einfache Mitteln, werfen Steine oder spielen mit einem Ball. Man sieht hier wirklich noch das urtümliche Leben. Schade ist nur das niemand von den Dorfbewohner Englisch spricht. Eine Komunikation ist so halt nur mit Händen und Füssen möglich. Aber mit viel Mimik und Kreativität versteht man sich letzendlich doch.

Laos verzaubert uns vorallem wegen der vielfältigen Natur. Es ist wunderschön durch solche Landschaften zu wandern. Zur Mittagspause machten wir Rast mitten im Urwald. Auf Bananblätter wurden uns das mitgebrachte Essen serviert. Es bestand aus: Fleisch, Chilligewürz (mit vorsicht zu geniessen), Klebreis und Eiern. Ein wundervolles Mahl das wir nach asiatischem Stil auf dem Boden assen.

Nach dem Essen gab es dann nochmals eine letzte Etappe, die wir mit viel Durchhaltevermögen und Willen noch bewältigten. Glücklich und froh, aber sehr müde erreichten wir unsere letzte Tagesstation. In diesem Dorf mitten im Nichts leben noch ca. 30 Personen. Viele von ihnen sind schon in ein näheres Dorf umgezogen. Dort sind die Verbindungen besser, die Menschen können mehr Handel treiben und eine gesicherte Existenz aufbauen.

Auch hier zeigt sich ein sehr urtümliches Bild. Die Frauen Weben,

bearbeiten den Reis oder sind auf dem Feld.  Die Männer schmieden,

Schlachten das nächste Schwein, oder helfen dort wo sie müssen.

Die Kinder waren anfänglich noch sehr scheu, mit der Zeit tauten sie dann auf und wir spielten mit ihnen.

Als die dorfälteste Mamma mit unserem Guide zusammen ein leckeres laotisches Abendessen gekocht hatte, genossen wir den letzten Abend unserer Tour mit einem Beer Lao.

Die Männer mögen’s nicht sonderlich… Ich mag’s! 🙂

Dann gings ab in unser Schlafhüttchen, mit den lauschigen Moskitonetzen 🙂

Früh, aber in aller Ruhe startete unser letzter Tag. Wir wussten,  zuerst die Arbeit dann das Vergnügen. Somit machten wir uns auf die Socken und liefen die letzten Stunden Auf und Ab (zum Glück mehr Ab als Auf:-)). Weit und breit war niemand anzutreffen ausser unseren lieben Freunden.

Was uns allen sehr gut gefallen hatte, war das lange Marrschieren durch den Fluss, da es kein anderen Weg gibt. Zu Patricks Freude hatte es sogar Blutegeln!! Samuel und ich erfreuten uns nicht sehr darüber… Schon wieder diese Scheissfiiiecher!!!!!!:-(

Phhuuuu, endlich waren wir in einem Dorf angekommen. Für uns war es ein Zeichen, dass wir bald am Fluss Nam Ou ankamen. Dort wurde uns nämlich Fischen, Essen und Tubing versprochen.

Als erstes kam natürlich das Fischen. Ein kleines Boot mit 2 Männern wartete auf uns. Samuel erhielt den Einsatzbefehl und hüpfte zur rechten Zeit ins Wasser mit dem einen Teil des Netzes. Der andere Teil war bei uns auf dem Boot. Somit  entstand ein grosses Auffangnetz, welches etliche Fische fangen sollte.

Die Technik und alles andere war super, leider war nur 1 Fisch im Netz. Aber lieber Einer als Keiner. Gerade dieser wurde daraufhin nämlich gegrillt. Ja, mit allem Drum und Dran haben die Laoten und Patrick diesen Fisch verspeist. Samuel und ich genossen Gemüsenudeln!

Nach dem Essen schnappten wir unsere Reifen und machten uns auf’s Wasser. Das war ja ein Spass.

Die Strömung war mal schneller und mal eher langsam. Trotzdem hatten wir voll den Plausch und versuchten verschiedene Akrobatikübungen auf den rutschigen Reifen aus. Schade war nur, dass sich die Sonne gerade an diesem Tag nicht offensichtlich zeigte und unsere Haut im kühlen Nass von „Hüehnerhut“ überzogen wurde.

Nach dem Tubing  duften wir nochmals Fischen. Diesmal war Patrick der Einsatzleiter. Doch auch beim 2ten Versuch war der Erfolg mit 1 Fisch eher gering… 🙂

Mit dem Boot fuhren wir dann  den Rest zurück nach Muang Ngoi Kao. Wir spürten eine sehr angenehme Müdigkeit im ganzen Körper. Es waren wirklich gelungene 3 Tage!!!

Der nächste Tag war der 12.2. Somit feierten wir mit Samuel seinen Geburtstag!!!!!

Den Geburtstag im Ausland zu feiern ist ja immer etwas spezielles… Dieser Tag war aber vorallem mit Reisen und Warten gekennzeichnet. Wir machten uns wieder auf den Rückweg nach Luang Prabang. Patrick’s Rückflug war ja schon bald…

Wir feierten Samuel’s Geburtstag dann erst am Abend so richtig!!! Es war ein wunderschöner, lustiger und spezieller Abend. Samuel genoss seinen Geburi sehr. Einmal anders.

Am nächsten Tag legten wir einen Organisationstag ein. Patrick wollte noch einige Dinge erledigen vor seiner Abreise.  Somit geschah nichts ausserordentliches…

So, der letzte Tag mit Patrick war da. Wir mieteten uns ein Fahrrad und fuhren Sage und Schreibe 25 km zu einem Wasserfall. Überlegt hatten wir uns dabei nicht gerade viel. Bei grösster Mittagshitze waren wir mit hochrotem Kopf am strampeln… Oh là là. Geschickterweise verheimlichten mir Patrick und Samuel, dass diese Velotour nicht ohne sei. Es hiess anscheinend im Reiseführer, man müsse ein wenig trainiert sein (Samuel und ich machen seit unserer Abreise kein Sport mehr- wie soll man da trainiert sein?!?).  Egal, die Landschaft war atemberaubend und übertrumpfte die Anstrengung.

Als wir das Ziel erreichten, trafen wir natürlich viele andere Touristen.  Wir wollten aber ein wenig Ruhe haben und marrschierten auf dem ganzen Gelände umher.

Natürlich mussten wir auch bei dieser Sehenswürdigkeit laufen. Ein Wasserfall ist meistens in der Natur und weil wir in Laos sind, ist es nicht gerade einfach, sich einen guten Pfad durch das unwegsame Gelände zu suchen. Mit Flip Flop war dies wieder einmal eine Herausforderung für mich. Ich hörte natürlich immer wieder die Sätze:“Nora, du hättest ja viel bessere Schuhe dabei… wo sind denn die?!?“ -klar, sie hatten ja recht…

Von oben sahen wir dann, wie buddhistische Mönche sich einen guten Platz zum Baden ausgesucht hatten. Diesen geheimen (und  nicht ganz einfach zu erreichen) Platz wollten wir um jeden Preis sehen. Samuel führte uns dann über Stock und Stein dorthin. Nicht ohne Herausforderung war dies ganze Aktion. 🙂

Als die Mönchen sich dann wieder auf den Rückweg machten, sprangen auch wir ins kühle Nass. Ausser uns war niemand mehr dort und somit hatten wir die Wasserfälle und die dazugehörigen Pool’s für uns alleine..

So, mit einem leckeren Crèpe stärkten wir uns für den Rückweg. Die Rückfahrt ging flott voran:-)

Wir genossen noch einen schönen letzten Abend mit Patrick und begleiteten ihn am nächsten Tag zum Flughafen. Dort verabschiedeten wir ihn ungern- er hätte gerne noch länger bleiben dürfen. Aber wir wissen ja, es heisst bei einigen:  „Die Arbeit ruft!“ :-))

Samuel und ich fuhren am Abend mit dem Bus weiter nach Xam Neua. Wir wollten im Nachbarsdorf (30 km entfernt) Vieng Xai die berühmten Höhlen besichtigen. In unserem Reiseführer steht, dass für diese Strecke regelmässig (!!) Songtheos fahren. Das sind kleine, offene Lastwagen mit Sitzbänken für Personentransport.

 

Aber alles ist ja bekanntlich anders in Asien als das Geplante… Somit warteten wir ewigs auf ein Songtheo um nach Vieng Xai zu gelangen. Dort angekommen, wars dann natürlich bereits zu spät um die Höhlen zu besichtigen. Wir liefen wieder zum Markt, wo das Songtheo nach Fahrplan starten sollte und uns wieder nach Xam Neua bringen sollte. Aber klar, auch Fahrpläne ändern von Minute zu Minute. Uns sagte eine Frau es fahre an diesem Tag kein Songtheo mehr. Hmmm… Wir sind aber schon zu lange in Asien unterwegs, dass uns eine solche Antwort in Angst versetzen könnte. Deshalb liefen wir mal los. Da es aber bald dunkel wurde, machten wir halt Autostopp. Und siehe da- ohne Probleme hielt ein Mann an, welcher uns ca 6 km mitnehmen konnte.  Die erste Frage dieses Mannes (welcher eine Militäruniform trug) war: „Are you American?“ Wir waren froh sagen zu können: „No, we’re Swiss!!!“   Er war sehr freundlich und hat uns an der abgemachten Stelle ausgeladen:-) Kurzdarauf hielt  ein Kleinlastwagen an, bei dem wir hinten in den Anghänger stehen durften.  Der Anhänger war bis oben gefüllt mit Altmetall. Wir halfen ihm dann auch noch, das übrige Metall vom Strassenrand aufzusammeln. Plötzlich hielt uns dann die Polizei an.. Da niemand Englisch sprach wussten wir nicht genau was nun los war… Der Polizist zeigte immer und immer wieder auf uns, redete laut. Der Fahrer musste alle Papiere zeigen und schaute uns immer an. Och nein, wir hofften das wir nicht absteigen mussten oder der Fahrer wegen uns irgendwelche Probleme hatte…  Nach langem hin und her, sagte dann der Polizist, ok wir können weiterfahren! Juppy… Wir erreichten dann unser Ziel heil, sicher und dankbar.

Es war ein schönes Erlebnis.  Wir fühlten das richtige Laos zum ersten Mal. Die Touristenplätze könnten auch Spanien oder halt eben Frankreich sein… Aber wir fühlten nun das wundervolle, richtige Laos mit wenigen Touristen und unheimlich freundlichen und grosszügigen Einheimischen.

Am Tag danach mieteten wir uns ein Roller, damit wir nicht wieder das selbe Problem hatten wie am Tag zuvor… Mit dem alten 2 Rädler fuhren wir erneut nach Vieng Xai. Dort machten wir einen geführten Höhlenbesuch.

Diese Höhlen wurden während des Krieges genutzt. Das zerklüftete Terrain bot ideale Bedingungen für ein Versteck vor den amerikanischen Bombenangriffen und so verlegten die Revolutinäre ihr Hauptquartier 1964 von Xam Neua nach Vieng Xai. Neun Kriegsjahre und täglichen Bombenhagel!!! Es entstand eine regelrechte Höhlenstadt.

Schlaf- und Aufenthaltsräume für die Familien sowie Büros und Sitzungsräume deuten daraufhin, dass man trotz des Krieges den Tagesgeschäften nachging.

Für den Fall von Giftgasattacken standen besondere Schutzräume bereit, kleine Bunker mit Sauerstoffpumpen.

Die Besichtigung war sehr spannend und enorm eindrücklich, zugleich aber auch berührend, wie diese Menschen über Jahren in den Höhlen  gelebt hatten…

 

Mit dem Roller gings dann zurück über die kurvenreiche Strasse. Uns machte ein Punkt während der Fahrt ein wenig zu schaffen. Beim Mieten des Rollers hatten wir nicht nachgefragt wann wir spätestens zurück sein sollten. Natürlich waren wir eher knapp dran und dachten 18.00 Uhr sei eine gute Zeit. Als wir dann beim Shop ankamen, kam das böse Erwachen. Der Laden war natürlich schon geschlossen. Als Pfand hatten wir den Pass abgegeben- und ohne Pass keine Weiterreise.  Auch mit Hilfe von einem sehr netten Mann, der mehrere Anrufe tätigte war nichts zu machen. Wie so viele Male hiess es flexibel bleiben und Vertrauen haben das alles gut kommt. Natürlich sind wir immer noch ein bisschen indisch denkend und machten uns viele Gedanken wie es weitergehen  könnte.  Unser Ziel wäre nämlich gewesen, am nächsten Tag in den frühesten Bus zur nächsten Station  sitzen. Es gab nämlich nur wenige Buse dorthin.  Gut egal, man muss loslassen und das schlimmste wäre gewesen, dass wir noch einen Tag im völlig langweiligen Xam Neua verbringen mussten. Was uns aber wirklich nicht sonderlich gefallen hätte.

Neuer Tag neues Glück. Pünktlich um 8 Uhr ging der Shop auf und ohne draufzuzahlen oder irgendwelche Anstalten konnten wir den Roller zurückgeben. Mit Pass in der Tasche erreichten wir glücklicherweise unser Bus noch knapp,  der uns nach Phonsavan bringen sollte.

Die Stradt Phonsavan hat selber vielleicht nicht viel zu bieten, spielte aber eine zentrale Rolle im Geheimen Krieg. Die Gegend zeigt immer noch Spuren des Krieges mit Bombenkrater und Kriegsutensilien. Trotzdem hat die Provinz ihre charakteristische melancholische Schönheit bewahrt. Es ist eine der am meist verminten Gegend in ganz Laos. Sehr viel Leid entsteht durch diese Blindgänger.

Wir hatten eine gute Tat gemacht und 100 USD gespendet. Die Spende wird für Aufräumzwecke  eingesetzt.

 

In Phonsavan befindet sich die mysteriöse Ebene der Tonkrüge. Schon wieder setzten wir uns auf einen Roller und besuchten zuerst diese Tonkrüge. Es gibt verschiedene Stätten die man besuchen kann. Das Alter dieser Krüge lässt sich leider nicht zuverlässig bestimmen.  Man rätselt das diese Steingefässe als Särge oder Urnen, oder vielleicht zum Lagern von Lao Lao (Reiswhisky) oder Reis genutzt wurden.

 

Nach den verschiedenen Stätten, fuhren wir mit unserem Gefährt in ein abgelegenes Dorf. Dort durften wir zusehen, wie Einheimische  mit dem Aluminium von Kriegsmunition verschiedene Dinge herstellen, wie z. B. Löffel, Armreife und Schlüsselanhänger.

Die Verständigung verlief nur mit Händen und Füssen. Was man nicht alles lernt auf Reisen:-)

Auf dem Rückweg sahen wir noch einen alten russischen Panzer.

Ausserdem besichtigen wir noch eine alte Buddhastatue.

Müde aber voll von guten und interessanten Eindrücken schlossen wir den Tag mit einem indischen Abendessen ab.

Wir hörten ja schon einiges über den Ort Vang Vieng. Für uns war im Vornherein bereits klar, dass wir nur einen kurzen Abstecher in diesen Ort machten. Vang Vieng ist bekannt für Party, Party, Party… Aber auch diverse Aktivitäten könnte man dort unternehmen. Das war eigentlich unser Plan. Aber Pläne ändern sich bekanntlich schnell.

In Vang Vieng angekommen,waren wir erstaunt über die Ruhe die dort herrschte.  Aber die Ruhe täuschte… In der Abenddämmerung rauschten die ersten Songtheo’s an uns vorbei mit gröhlenden, besoffenen und knapp bekleideten weissen Touristen. Klar, sie kamen alle zurück vom Tubing.  Der Ort erwachte und zeigte das wahre Gesicht. Wir dachten fast, es sei auch in Laos Fasnacht. 🙂

Tubing ist ein Trend, bei dem man mit dem LKW- Schlauch, den Fluss hinuntersaust und von Bar zu Bar treiben lässt. Kein Wunder das immer wieder Touristen unter Drogeneinfluss im Mekong ertrinken…  (der Bekannteste Ort für Tubing in Laos ist eben in Vang Vieng)

Es war eine primitive und peinliche Stimmung… Oder werden wir schon alt?!?!?

Auf alle Fälle hatten wir darauf definitiv keine Lust und entschlossen uns ein Verwöhnungstag zu machen. Nachdem wir einen Tempel besichtigten, wars Zeit zum Coiffeur zu gehen. Von Kopfmassage bis Lockerung der Kopfhaut erhielt ich alles… Oh là là! :-))

Müde aber voll von guten und interessanten Eindrücken schlossen wir den Tag mit einem indischen Abendessen ab.

Wir hörten ja schon einiges über den Ort Vang Vieng. Für uns war im Vornherein bereits klar, dass wir nur einen kurzen Abstecher in diesen Ort machten. Vang Vieng ist bekannt für Party, Party, Party… Aber auch diverse Aktivitäten könnte man dort unternehmen. Das war eigentlich unser Plan. Aber Pläne ändern sich bekanntlich schnell.

In Vang Vieng angekommen,waren wir erstaunt über die Ruhe die dort herrschte.  Aber die Ruhe täuschte… In der Abenddämmerung rauschten die ersten Songtheo’s an uns vorbei mit gröhlenden, besoffenen und knapp bekleideten weissen Touristen. Klar, sie kamen alle zurück vom Tubing.  Der Ort erwachte und zeigte das wahre Gesicht. Wir dachten fast, es sei auch in Laos Fasnacht. 🙂

Tubing ist ein Trend, bei dem man mit dem LKW- Schlauch, den Fluss hinuntersaust und von Bar zu Bar treiben lässt. Kein Wunder das immer wieder Touristen unter Drogeneinfluss im Mekong ertrinken…  (der Bekannteste Ort für Tubing in Laos ist eben in Vang Vieng)

Es war eine primitive und peinliche Stimmung… Oder werden wir schon alt?!?!?

Auf alle Fälle hatten wir darauf definitiv keine Lust und entschlossen uns ein Verwöhnungstag zu machen. Nachdem wir einen Tempel besichtigten, wars Zeit zum Coiffeur zu gehen. Von Kopfmassage bis Lockerung der Kopfhaut erhielt ich alles… Oh là là! :-))

Dann machten wir einen Tagesausflug in den Buddhapark.

Das ist ein Park voller buddhistischer und hinduistischer Skulpturen. Entworfen und erbaut wurde die Anlage 1958 von einem Yogi, Priester und Schamanen.

Dieser Park weckte alte Erinnerungen von Indien in uns.  Und jede Gottheit konnten wir lieblich mit Namen benennen:-) Was so eine Reise alles bewirken kann und fremde Kulturen werden einem plötzlich ganz nah.

Auch schauten wir uns das wichtigste Nationalmonument- Vat Pha That Luang-  an. Es ist ein Symbol des Buddhismus sowie der Souveränität des Landes.

An unserem letzten Abend in Vientiane, trafen wir Peter.- Nein, nicht mein Vater sondern Peter aus Kanada. Nein, Peter lebt nicht mehr in Kanada. Er ist jetzt halber Inder:-) Seit über 30 Jahren switcht der Lebenskünstler zwischen Indien und Japan umher. Für uns war er eher Inder als Westler:-)  Seine Kopfbewegungen waren beinahe perfekt und das  nasale äääähh (sorry, können diesen Ton nicht beschreiben-einzigartig) war  unverkennbar. Die Kleidung war indisch, der Bart saddhuähnlich und die Mimik mit dem Glänzen in den Augen  absolut typisch India-style… 🙂  Wir unterhielten uns köstlich mit diesem sehr intelligenten Mann und schwelgten gemeinsam in den Erinnerungen.  Obwohl seine Lieblingsstadt Kolkata ist was für uns nicht ganz verständlich ist (wir hatten dort ja die lieben Bettwanzen zu Besuch) legten wir ihm die Weltmetropole Bern ans Herzen…  Hmm, er ging nicht darauf ein und lenkte wieder zu Kolkata. Er deutete aber auch darauf hin, dass er ganze 3 Jahre benötigte um diese verrückte Stadt zu begreifen. Und sorry solange Zeit hatten wir nun mal nicht.:-)

Es war eine Begegnung mit viel Herz und zeigte uns einmal mehr,  das Reisen verbindet.  Durften wir doch bereits einige Menschen kennenlernen, die uns beeindruckten und tief berührten.

Unsere Reise geht weiter und bestimmt werden wir wieder viele spannende Dinge erleben mit einzigartigen Begegnungen.  Fortsetzung folgt…. :-))

Wir wünschen euch, dass auch ihr die Kleinigkeiten auf dieser Welt wahrnehmen und  euch darüber erfreuen könnt.  Gibt es doch so viele schöne Erlebnisse und Begegnungen, die spezieller sind als man sie im Moment wahrnimmt…

 

Take care

Samuel und Nora

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