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Archive for Januar 2012

Hallo zusammen

Mittlerweile hat ja ein neues Jahr begonnen. Wir hoffen, ihr hattet schöne Weihnachtstage und seit gut ins 2012 gestartet. Auf alle Fälle wünschen wir euch allen ein frohes, glückliches und gesegnetes neues Jahr, mit vielen spannenden und eindrücklichen Erlebnisse auf Reisen oder zu Hause:-) In diesem Jahr werden wir uns ja wieder sehen… 🙂

Sorry, dass es so lange ging, bis wir mal wieder was von uns hören lassen. Hier in Indien ist es nicht mehr so einfach Wifi zu finden und meist sind wir am organisieren wenn wir im Internet sind. Und dann bleibt wenig Zeit zum Blögle:-)

Mehr als die  Hälfte unserer Asienreise ist nun vorbei. Die gesammelten Eindrücke sind für uns für unschätzbaren Wert. Einfach zauberhaft!!!!

Am 9.12.11 gings wieder  zurück nach Indien. Welcome back… Am Morgen früh  überquerten wir die Grenze von Nepal nach Indien. In Indien stiegen wir in einen vollgestopften Bus nach Siliguri. Wir bemerkten schnell, dass hier die Menschen wieder anders sind als in Nepal. Sie starrten uns wieder mehr an und der Gesichtsausdruck ist deutlich ernster. Wir freuten uns aber darauf nun wieder zurück zu sein und viele Erlebnisse sammeln zu dürfen. Seien das positive oder negative… 🙂

Als wir in Siliguri ankamen, war unser erstes Ziel ein Zugticket zu reservieren, damit wir für unsere darauffolgende Fahrt einen Sitz oder besser gesagt ein Bett hatten. Nach dem Ticketkauf hätte unser Plan so ausgesehen, dass wir in einem Sammeljeep ab nach Darjeeling fahren… Aber klar, wir sind ja wieder in Indien und nichts läuft so, wie man’s plant… 🙂 Nach langem Schlangen stehen (eine indische Schlange ist nicht gleich einer schweizerischen… Da zählt nur Ellenbögele, drücken und vordrängeln….) sagte uns der Angestellte, dass kein Sitz mehr vorhanden sei. Das Ticketreservieren ist in Indien sehr schwierig, man muss wirklich früh genug wissen wann man wohin will. Und das ist unser Problem. Wir möchten uns nicht jeden Tag festlegen wann wir wo sein müssen. Wir möchten frei entscheiden, ob wir nun noch einen Tag länger in einem schönen Ort bleiben möchten oder schon früher weiterreisen werden. Hmmmm… Der Angestellte sagte uns, dass es nur eine Möglichkeit gäbe um vielleicht doch noch an ein Ticket zu kommen. Es gibt nämlich eine gewisse Anzahl Tickets, die für Notfälle übrig sind. Das heisst,  wir müssten dafür am nächsten Morgen vor 07.00 Uhr vor dem Reservierungsbüro stehen und hoffen dass wir 2 Sitze kriegen. Die Chance sei aber klein… Das war ein kleiner Dämpfer für uns, da wir somit in Siliguri bleiben mussten und nicht nach Darjeeling fahren konnten. Die Sammeljeeps fahren nicht in der Nacht von Darjeeling nach Siliguri. 😦

Nun gut, man muss ja immer wieder Loslassen. Die Pläne, Vorstellungen usw…  Wir machten uns dann mal auf die Suche nach einem Hotel. Auch das war ein Dämpfer, in den ersten Hotels hätten wir für den wirklich schlimmen Standard viel bezahlen müssen. Wir waren langsam müde und haben dann zum Glück noch ein einigermassen annehmbares Zimmer gefunden.

Völlig ausgelaugt und hungrig legten wir unser Gepäck ins Zimmer und marrschierten los, um ein gutes Restaurant zu suchen. Auf dem Weg rutschte Samuel dann leider aus bei einer Wasserpumpe (es war sehr rutschig) und fiel auf seine linke Körperseite. Die Folge daraus war völlig veschmutzte Kleider, Schmerzen an Hüfte, Ellenbogen und Handgelenk. Samuel hatte eine offene Stelle am Handgelenk, welche blutete. Das Handgelenk war sofort angeschwollen. Gut, kehren wir nochmals um und machen einen Kleiderwechsel und Wundversorgung im Hotel. Tja, der erste Tag wieder zurück in Indien und man wird bereits wieder gefordert… 🙂

Frisch geputzt erholten wir uns dann bei einem sehr leckeren  Essen ein wenig.

Die Nacht war nicht gerade lange, wir waren früh wieder auf den Beinen um zum Zugreservierungsbüro zu gelangen. Das Tor war noch nicht geöffnet um 07.00 Uhr. Trotzdem warteten schon viele Menschen darauf. Teilweise standen sie bereits vor  04.00 Uhr vor dem Tor und  warteten… Wahnsinnig… Sie hofften wie wir auch, ein Ticket zu erhalten. Ein junger Mann sagte uns, dass wir um unseren Platz in der Menschenschlange vor dem Schalter sichern sollten, wir hätten sonst keine Chance. Als das Tor und dann auch der Schalter aufging, waren wir ca. an 8er Stellen. Nicht mal so schlecht dachten wir… Tja, nix da, der junge flotte Mann sagte uns, wir seien zu weit hinten, wir könnten es vergessen. Aber da man 2 Zugtickets kaufen darf pro Person und er an 3. Stelle stand, nahm er unser ausgefülltes Formular und konnte uns somit unser Ticket besorgen. Ach wie dankbar und glücklich waren wir…  Die Fahrt kann weiter gehen.

Ab an den Chaistand und dann zurück ins Hotel. Unser Gepäck gesattelt und in den Jeep nach Darjeeling. Die Fahrt nach Darjeeling war sehr lang, kurvenreich und holprig. Gut, dass der junge Jeepfahrer ab und zu anhielt, damit wir noch Momo’s essen konnten… 🙂

Darjeeling liegt auf einem steilen Felsgrat inmitten von Teeplantagen und ist umgeben von den weissen Himalaya-Gipfeln. Diese Hillstation (2140m) ist die wichtigste Sehenswürdigkeit Westbengalens. Als wichtigstes Aushängeschild dieser Stadt zählt die berühmtberüchtigte Schmalspurbahn. Sie wird auch liebevoll Toy Train genannt. Ihre erste Fahrt machte sie 1881 und ist eine der wenigen Bergbahnen, die noch heute in Indien fahren.

Leider verpassten wir diesen Zug, da sie nur 1x täglich (Morgens) fährt und ganze 8 Stunden braucht, um unser Ziel Darjeeling zu erreichen. Loslassen einmal mehr und hoffen dass es das nächste mal klappt… 🙂

In Darjeeling suchten wir uns ein gutes Hotel und sahen uns dieser Ort an. Da wir nun ja wieder in Indien sind, gibts unsere Favoriten Kaffeekette wieder. Cafe Coffee day. Wir genehmigten uns einen.

Aus Prioritätsgründen und auch fast ein wenig im Weihnachtsstress, wollten wir endlich unsere grosse Weihnachtslast auf der indischen Post los werden. Dieses Unterfangen scheiterte kläglich. Nichts mit Packetversand in Darjeeling… Wir wissen bis heute noch nicht wieso, man erklärte es uns trotz fragen nicht. Auch das lernen wir in Indien, man muss nicht immer eine Antwort bekommen, manchmal ist es halt einfach so… :-)) nur nicht hinterfragen und logische Antworten erwarten… 🙂

Später tranken wir natürlich noch Darjeelingtee… Dieser Tee ist unheimlich gut und nicht zu vergleichen mit dem Darjeelingtee, welcher bei uns zu finden ist. 🙂 In diesem Restaurant hörten wir zum ersten Mal Weihnachtsmusik. Von Stille Nacht über Jingle Bells zu White Christmas…. Wir fühlten uns fast wie zu Hause- ein bisschen Heimat. Draussen war’s kalt und drinnen war alles schön (kitschig) dekoriert.. 🙂 Ja, es kam auch bei uns tatsächlich ein wenig Weihnachtsstimmung auf…  Auch Abends war unser leckeres Abendessen begleitet von weihnachtlicher Atmosphäre… Nur ein offenes Kamin war der einzige Wärmespender… somit kein Wunder, dass viele indische Touristen mit Kappe und Handschuhe am Tisch sassen. Das Halstuch haben sie nur zum Essen kurz vom Munde entfernt.:-) Sie sind sich die kalten Temperaturen halt wirklich nicht gewohnt:-)

Am nächsten Morgen gingen wir wieder früh los. Ab zum Tiger Hill! Dort kann man ein 250 km weites Himalayapanorama geniessen. Wenn die Sonne aufgeht, ist die Atmosphäre dort oben atemberaubend. Die meisten Himalayaberge wurden von Wolken bedeckt, somit konnten wir nur die Spitzen davon erkennen. Der Sonnenaufgang war aber spektakulär…  Der Himmel war rot bemalt… Wenn die Wolken den Himalaya nicht so zugedeckt hätten, könnte man sogar den Mt. Everest sehen von dort. Tja, wir hatten Pech. Trotzdem war die Atmosphäre atemberaubend und erstaunlich, wie viele Inder dort oben standen zu dieser frühen Morgenstunde…. Aber Sonnenaufgang ist für die Menschen hier von sehr grosser Bedeutung.

Zurück in Dajeeling hiess es dann wieder den Rucksack packen und ans Weiterreisen denken. Bevor wir uns aber verabschiedeten, assen  wir noch die besten Spaghetti seit wir unterwegs sind. Einfach göttlich und danach hatten wir das Gefühl am Tisch von Bomba gesessen zu haben. Nur der feine Cafe aus der Schweiz fehlte noch. Danach schnappten wir uns einen Jeep und überlebten die kurvenreiche Indienstrasse… Natürlich hatten wir schon wieder das Gefühl es könnte knapp werden mit unserem Zug und wir hätten für das hart erkämpfte Ticket umsonst gekämpft. Das Leben lehrt uns aber das man Ruhe bewahren sollte. In Indien hat man das beste Trainingslager.

Am Bahnhof in Siliguri trafen wir dann noch ein Pärchen aus Frankreich. Die Frau ist 72 und der Mann 70 Jahre alt und sie reisen wie junge Backpacker. Wir haben uns dann verabredet gemeinsam ein Rickscha zu nehmen um vom Bahnhof nach Varanasi in die Stadt zu gelangen.

Unsere Reise im Zug bestand zuerst aus einer reservierten Stimmung im Abteil, die aber dann nach kurzer Zeit umschlug in freundliche Gespräche. Zuallerletzt wurden wir noch auf einen Chai eingeladet. Die Inder schauen nur immer ein bisschen böse, dass sagt aber nicht viel aus. Immer freundlich bleiben und gut zulächeln dann erreicht man mehr. 🙂 Die Nacht war aber kurz und sehr kalt. Mitten in der Nacht ist sogar ein Mann auf das Bett von Samuel gesessen. Das ist in Indien ganz normal.

Am Morgen kamen wir dann in Varanasi an. Wie vereinbart taten wir uns mit den Franzosen zusammen- ab zum gleichen Guest House. Ich höre immer wieder die Aussage: „Das Zimmer darf aber nicht über 400 Rupien kosten.“ Schön das man auch in diesem Alter sich noch Limiten setzt und den Standard tief halten kann. Wir hatten wieder einmal Freude an dieser Reisebegleitung und stellten uns vor wie unsere Eltern wohl Indien bereisen würden.hihi 🙂 🙂

Nach langem hin und her fanden wir dann ein passendes Guesthouse. An diesem Tag ging nicht mehr viel. Ausser Essen und früh ins Bett gehen stand nichts mehr auf dem Programm.

Varanasi… Willkommen in einem der blendend buntesten, chaotischsten und gnadenlos irrationalsten Orte der Welt!!! Varanasi duldet keine Kompromisse, aber wer sich auf die Stadt einlässt, kann hier die schönsten Tage seiner Indienreise erleben. Ja, wir liessen uns darauf ein und hatten einige unserer schönsten Tage in der Stadt welche an der Ganga liegt.

Früher hatte Varanasi einen anderen Namen, welcher „Stadt des Lebens“ bedeutete. Varanasi ist eine der ältesten ununterbrochen besiedelten Städte der Welt und gehört zu den heiligsten Orten Indiens.

Unsere erste Aktion in Varanasi war das Versenden unseres Weihnachtspacketes. Endlich hatten wie die Chance eine Gewichtsredukton vorzunehmen.:-)) Bevor man aber das Postgebäude betreten kann, wird man gebeten sein Material in einen von uns mitgebrachten Plastiksack zu verpacken, dann wird alles in Baumwollstoff eingewickelt.  Von Hand wird dann das ganze professionell zugenäht und mit Wachs versiegelt. Als Krönung darf man dann seine Adresse noch anbringen. Beim Zuschauen fühlt man sich wie 100 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt. Erst jetzt konnte man zum Postschalter gehen, Geld bezahlen und ab die Post. Beide von uns sagten noch ein kurzes Stossgebet für gutes Ankommen in der Heimat. Man weiss halt das diese Länder nicht immer so zuverlässig sind was Postsendungen angeht.

Unser nächstes Ziel waren die Ghats, der wohl magischste Anziehungspunkt in Varanasi. Hier spürt man Indien so richtig und Samuel sagte immer wieder an diesem Ort ist es wirklich Indien Indien. An den Ghats werden Kleider gewaschen,

andere nehmen ein rituelles Bad,

machen Yoga, Saddhus meditieren nackt, andere bringen Opfergaben, Männer bieten Massage auf der Strasse an,

die Büffel werden gewaschen,

überall wird Werbung gemacht für eine Bootstour oder man kann einfach nur  herummhängen…. Wir fanden es so schön das sogar ein Kuhfladen am Boden mit Blumen gesegnet wird. Einfach ein toller Anblick.:-)

Hinduistische Pilger stömen an die Ghats, um sich in dem heiligen Wasser von ihren Sünden reinzuwaschen oder um die Leichen ihrer Angehörigen einzuäschern. Als besonders glücklich gilt, wer hier stirbt, denn der Tod in Varanasi kann die moksha (Austritt aus dem Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt) bedeuten.

Varanasi ist ist ein magischer Ort. Intimste Rituale von Leben und Tod finden in aller Öffentlichkeit statt. Nebenbei sind Schlepper anzutreffen und ein erdrückender Lärm, die Geschäfte laufen ganz normal weiter.

An den Ghats spielt sich das Leben ab. Das konnten wir ganz klar erkennen. Eindrücklich ist die Verehrung für diesen kraftvollen Fluss. Es hat an diesem Ort sehr viel verschiedene Ghats und alle sind tempelartig aufgebaut mit Stufen und Türmen. Es hat insgesamt 2 Verbrennungsghats und wir entschieden uns für eine Führung von einem dort arbeitenden Priester. Sehr zu unserer Überraschung mussten wir erfahren wie teuer ein Kilo vom wohlriechenden Sandelholz ist. Die armen Menschen werden aber von Spenden der umliegenden Familien unterstützt. Das zeigt uns immer wieder die Solidarität in diesem Land.

Im Übrigen sieht man in Varanasi, wie Angehörige ihre Verstorbenen auf einem Bambusschragen durch die ganze Stadt tragen bis zum Verbrennungsghat am Ganges. Sie sind mit farbigen Tüchern zugedeckt-trotzdem war der Anblick anfänglich erschreckend…
Jeden Abend findet an einem Ghat  eine aufwendige ganga-aarti- Zeremonie mit Puja, Feuer und Tanz statt. Ja, dieser Fluss wird sehr verehrt. Indien lebt so stark und besonders Varanasi…

Ja, die Einzigartigkeit dieser Stadt bleibt uns ewig in Erinnerung.

Am letzten Tag, als wir am Nachmittag Richtung Bahnhof wollten, weil unsere Reise weiter südlich ging, waren wir sehr knapp an der Zeit… Mit einem Rikscha fuhren wir vollgas zum Bahnhof. Wir waren über uns selber verärgert, dass wir so knapp waren. Wir sollten doch langsam wissen, dass man in Indien viel mehr Zeit benötigt. Egal, wir erreichten den Bahnhof und siehe da, unser Zug hatte 6 Stunden Verspätung. Hmmm…

Beim Warten haben wir dann einen Australier kennengelernt, welcher auf den selben Zug wartete und das selbe Ziel, Gaya, hatte wie wir.  Die Zeit ging schnell vorbei durch die interessanten Gespräche. Glücklicherweise teilten wir dann noch mit einer anderen Schweizerin unser Sleeper-Zugabteil… Inmitten der Nacht erreichten wir unser Ziel. Wir blieben dann gleich am Bahnhof von Gaya, da es keine Rikschas hatte, die uns zu dieser Zeit nach Bodgaya fahren konnten.

Als wir uns dann in der Bahnhofhalle eingefunden hatten, waren wir sehr erstaunt, wie viele indische Menschen dort am Boden lagen, schliefen, dicht bei einander lagen oder einfach warteten bis der Tag einbricht und die ersten Züge, Busse oder Rikschas fuhren. Mittendrinn sassen wir 4 weisse Ausländer… 🙂 Müde aber glücklich warteten wir auf den ersten Rikschafahrer.

Um 05.00 Uhr wars dann soweit… Endlich konnten wir unser hart umkämpftes Rikscha besteigen. Mit Fahrtwind im Haar und die kühle Luft im Gesicht hörten wir laute indische Musik. Dies sind genau die Momente, die Indien ausmachen und man so richtig Freude empfindet.

Unser erster und einziger Tag in Bodgaya verbrachten wir mit der Schweizerin. Es war nicht immer nur einfach. Sie zeigte ihr Mitgefühl gegenüber armen Menschen fast zuuuuu stark… Darum war es auch nicht verwunderlich, dass viele Bettler sie umkreisten.  Einmal kaufte sie einer Horte Kindern Pommes Chips und dachte  dann, die Kinder würden teilen. Aber bei den Strassenkindern herrschen andere Regeln. Von Teilen keine Rede. Die Kinder liefen ihr nach und wollten mehr. Danach kaufte sie ihnen noch Früchte. Immer mehr Kinder umkreisten sie, zogen an ihren Kleidern, wollten mehr. Essen, Geld und einen Kugelschreiber wollten sie. Ja, die Situation artete aus und Joelle fühlte sich auch nicht mehr wohl. Ein buddhistischer Mönch kam ihr dann zur Hilfe. Es zeigte uns wieder auf, wie schwierig es ist einen gutem Umgang mit bettelnden Kindern zu finden.

Ähnliche Situationen folgten an diesem Tag und auf unsere Tipps  oder Ratschläge hörte sie nicht.  Tja, sobald  mehr zusammen unterwegs sind, wirds halt  immer schwieriger. Wir hatten fast keine Geduld mehr am Ende des Tages…

Item, Bodhgaya ist ein Ort, wo buddhistische Pilger aus der ganzen Welt hingehen zum Beten, Lernen und Meditieren. Es ist ein spiritueller Ort…

Ende Dezember kam Dalai Lama  nach Bodhgaya. An diesem Tag, als wir diesen wichtigen Ort  besuchte hatten, versammelten sich ganz viele Mönche und sonstige Buddhisten um zusammen zu meditieren und den höheren Lama’s bei  ihren Erzählungen zuzuhören.

Vor 2600 Jahren gelangte Prinz Siddhartha Gautama unter einem Baum, welcher Bodhibaum heisst, zur Erleuchtung und wurde Buddha.

Neben einem schönen Tempel in einem Garten, steht ein Ableger des ursprünglichen Bodhibaum. Um den Baum herum treffen sich viele Menschen zum Beten, Meditieren oder einfach nur zum Geniessen.

Wir schauten uns dann noch verschiedene buddhistische Klöster an. Sie sind immer etwa gleich aufgebaut, trotzdem ist es immer wieder spannend diesen friedvollen Platz zu besuchen.

Gegen Abend besuchten wir noch die grosse Buddhastatue. Sie ist 25 m hoch. Teilweise ist sie innen hohl und es heisst, sie enthalte 20’000 Bronzebuddhas. 🙂

Völlig kaputt aber vollgesaugt mit neuen Eindrücken und guten Gesprächen gings für Samuel und mich wieder weiter. Der Nachtzug nach Kolkata kann kommen.

Na klar, auch hier hatte der Zug ca. 5 Stunden Verspätung. Das hiess wieder einmal mehr, sich am Bahnhof einen Platz zu ergattern und warten, warten, warten….. Zwischendurch einen Chai, dann gehts immer besser… Beim Reisen trifft man ja täglich soooo viele neue Menschen. Das ist enorm spannend und bereichernd. Das macht die lange Wartezeit doch erträglicher…. Als wir am Morgen in Kolkata mit dem Zug eintrafen, begrüsste uns ein schön geordneter, stilvoller Bahnhof. Er stammt aus dem Jahre 1906. Täglich gehen Millionen Menschen dort durch. Die leeren Züge werden von ganzen Legionen bettelnder Strassenkinder für ein Almosen sauber gemacht.

In unserem Reiseführer haben wir gelesen, dass es in gewissen Guesthouses tatsächlich Bette mit Bettwanzen gäbe. Für uns war ganz klar, dass wir nicht in einem „Wanzen-haus“ übernachten wollten. Deshalb war klar, wir bezahlen auch ein wenig mehr… Das erste Hotel sah sehr gut aus. Etwas teurer, aber einen Standard, welchen wir schon länger nicht mehr gesehen hatten. Alles kontrolliert-gut, genommen…

Kolkata, die zweitgrösste Stadt Indiens. Sie ist enorm busy… aber auch schmutzig, kultiviert und verzweifelt… Alles gleichzeitig. Kolkata hat eine schöne Architektur, doch aber auch die Armut ist allgegenwärtig…

Wir spürten zum ersten Mal so richtig, dass dann bald Weihnachten sein sollte. In gewissen Cafe’s wurde ruhige Weihnachtsmusik gespielt, die Shop’s waren festlich dekoriert, auf der Strasse sah man dekorative Beleuchtungen… Da soll noch einer sagen, den Indern gehe die Weihnachten am A…. vorbei!! 🙂

Auch die Temperaturen waren besonders Morgens und Abends kühl. Hmmm, eine kurze wehmütige Stimmung brach auf bei Samuel und mir…

Die Tagen in Kolkata verbrachten wir mit Besichtigen von verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Unter anderem besuchten wir die St. Paul’s Cathedral,  sie ist die grösste Kathedrale die wir auf indischem Subkontinent besichtigt hatten. Irgendwie passte diese Kathedrale eher nach England als nach Indien…  Aber wir werden uns an diesen Anblick noch gewöhnen müssen. Wir vermissen unsere prunkvollen und schönen  Kathedralen und Kirchen schon auch ein wenig… 🙂

Wir besuchten das Victoria Memorial, das wurde 1901 errichtet, zum Gedenken an Königin Victorias 60-jähriges Jubiläum. (Es wurde aber erst knapp 20 Jahren nach ihrem Tod fertiggestellt… -klar doch, so geht das in Indien…)

Als nächstes überquerten wir die Haorabrücke. Sie ist Kolkatas 705 m langes architektonisches Brunkstück, ist ein vibrierender Mix aus Stahlträgern, Abgasen und Schweiss… 🙂 Sie wurde schon im 2. Weltkrieg gebaut und ist noch immer die verkehrsreichste Brücke der Welt.

Es ist nicht erlaubt Fotos von dieser Brücke  zu machen, trotzdem konnten wir einen kleinen Teil davon ablichten. Unten auf dem Foto sieht man übrigens den Mullik- Ghat- Blumenmarkt.

In Kolkata besuchten wir noch einen hinduistischen Tempel. Zwischendurch tranken wir dann das Wasser einer Kokosnuss, die Noras Gaumen nicht so befriedigte, Samuel war aber bereits nach der ersten Nuss süchtig danach…

Gestärkt besuchten wir noch das Haus von Mutter Teresa. In diesem Kloster ist das Grab von Mutter Teresa und ein sehr eindrückliches Museum über das Leben und die Arbeit von ihr. Auch in das Zimmer von Mutter Teresa durften wir einen Blick werfen (aber nicht fötele). Es ist sehr  beeindruckend und lobenswert, mit wie viel Liebe und Freude sie ihr Lebenswerk vollbrachte.

Im Übrigen muss ich ja noch sagen, natürlich hatte ich bereits nach der ersten Nacht in unserem Hotel den ganzen Körper voll Stiche. Es waren keine Mücken… Nein natürlich hatten wir in unserem Hotel Bettwanzen. Ich sage euch, ich sah aus als hätte ich die „spitze blootere “ nochmals durchleben müssen… Es juckte und sah fürchterlich aus…

Unsere Tage in Kolkata waren vorbei und unser Weiterreisen ging mal nicht mit Zug und Bus weiter, sondern wir flogen. Am frühen Morgen war unser Flug. Leider waren wir eher knapp an der Zeit und mussten uns beeilen. Da waren aber  noch sooo viele andere Menschen die fliegen wollten und Samuel und ich standen noch immer in der Schlange vor dem Sicherheitscheck, obwohl wir eigentlich schon on board sein sollten… Ich wurde schon ein wenig nervös. Aber dank unseren Meditationen wurde auch ich ruhig und glaubte daran, dass alles gut kam… Und es kam gut. Wir sassen im Flugi und innerhalb kurzer Zeit waren wir in der Luft. Bei der Landung wollten wir Aussteigen, da sagte man uns aber nein, wir müssen noch warten, es werde eine Kontrolle gemacht. Also blieben wir sitzen wie alle (ausser 5 Passagiere)anderen auch. Ein Mann kam und verlangte unser Ticket. Kolkata nach Bangalore… Er sagte ok und gab uns das Ticket wieder. Wir fragten erneut ob wir nun aussteigen könnten. Auch diesmal verneinten sie. Plötzlich kam ein anderer Mann, der zu mir sagte: „Entschuldigung  aber das ist mein Sitz.“ Ich sagte nein nein, der ist für mich reserviert… Das alles kam uns dann aber doch  „spanisch“ vor und wir fragten zum Dritten mal, ob wir nicht in Bangalore seien und wir nun endlich aussteigen könnten!?! Die Antwort von einer Flugbegleiterin war: Och ja unbedingt, ihr solltet schon längst draussen sein… Hmmm… Das Flugi war schon fast wieder zum Abflug bereit, es gelang uns aber noch Auszusteigen.:-) Ein Extra Shuttlebus kam dann für Samuel und mich und somit wurden wir dann zur Flughafenhalle gebracht. Unser Gepäck drehte natürlich bereits nicht mehr auf dem Förderband… Wo ist das wohl? Wir fragten an einem Infoschalter, welcher uns zu 2 anderen verwies, die gerade herumschlenderten… Und siehe da, die hatten auf einem Wägeli unser Gepäck geladen.:-)

Mit dem Rucksack am Rücken gingen wir dann aus dem Flughafengelände und frühstückten erst mal…  Der Tag konnte beginnen. Wir nahmen uns vor gar nicht erst in Bangalore zu bleiben sondern gleich nach Mysore zu reisen. Somit fuhren wir mit dem  Bus 3 1/2 Stunden von Bangalore zu unserem Ziel Mysore.

Es war kurz vor Weihnachten und da es unseren Wunsch war das Fest der Liebe in einer christlichen Region zu feiern, war der Süden perfekt für uns. Ein Bekannter von Samuel gab uns eine Adresse von einem christlichen Ashram. Somit fuhren wir nach Ankunft in Mysore gleich dort hin. Wir vereinbarten uns dann mit den Zuständigen von diesem Ashram, dass wir am 24.12. am Morgen zu ihnen kommen würden. Die 2 Nächte vorher konnten wir in einem Haus übernachten, worin werdende Priester wohnten. Sie schmückten gerade ihr Zuhause weihnachtlich. Aber natürlich auf indischer Art… Viel Glitzer, Glamour und kitsch war vorhanden… 🙂 Sie alle waren aber sehr symphatisch und wir fühlten uns sehr wohl.

Der 23.12. gehörte voll und ganz Mysore. Mysore ist ein wunderbarer Ort, wo’s gemütlich zu und her geht.

Wir besuchten als erstes den Mysore- Palast. Es ist ein riesiger Palast, welcher ein wirkliches  Wunderwerk ist.

Überall sind Buntglas, Spiegeln und grelle Farben anzutreffen. Es sind eindrucksvolle geschnitzte Holztüren, Mosaikböden und eine grosse Serie von Gemälden, die das Leben in Mysore zu früheren Zeiten schildern. Alle Gänge, Türen und Bilder haben Geschichten von längst vergangener Zeit zu erzählen.  Der  Palast erinnerte uns sehr an Rajasthan und hat alte Erinnerungen geweckt:-)

Nach einem leckeren Südindischen Thali, waren wir wieder gestärkt und schauten uns eine Moschee an, im muslimischen Viertel. Sie hatten gerade eins von ihren 5 Gebeten.

Weiter gings zur St. Philomena Kathedrale. Das ist die grösste Kathedrale in Mysore. Uns hat sie aber nicht so grossen Eindruck gemacht, es erinnerte uns eher an eine Touristenattraktion als an eine Stätte des Gebets und der Ruhe.

Wenn man in Mysore ist, sollte man sich doch auch noch anschauen wie Räucherstäbchen hergestellt werden.  Dabei haben wir ganz fest an Sam gedacht. Wir werden dir dann noch ein Päckli schicken, damit du das Perröngli noch richtig ausräuchern kannst:-)

Ich probierte es auch und konnte es also nicht schlecht.

Nach den Räucherstäbchen und den verschiedenen Ölen,  war der Markt angesagt. Dort trifft das alte Indien auf das neue. Man findet z. B. Blumengirlanden, Gewürze, Obst, Nüsse

und konische  Haufen kumkum (farbige Puder für Bindipunkte auf der Stirn).

Voll gesättigt vom weltlichen Leben, schlichen wir uns in die geistigen Sphären. 🙂

Am 24.12. am Morgen gingen wir ins Anjali Ashram. Wir blieben  dort 5 Nächte und lebten in einfachstem Standart.  Nach unserer Ankunft halfen wir sogleich bei der Weihnachtsdekoration. Keinen Tannenbaum, auch keine Geschenke, keinen Schnee, kein Festessen in Form von Fleisch, keinen Schnee, kein „stille Nacht- lied“… Nein,  wir hatten heisse Temperaturen, Deko mit Palmenblätter, veg. Essen auf dem Boden,  Sanksritgesänge, eine wunderbare Gesellschaft und trotzdem viel Ruhe…

Das waren für uns  ganz andere Weihnachtstage…

Einn grosses Highlight war im Ashram unsere Yogalektionen. Diese wurden anfänglich von der Schwester geleitet. Stellt euch das Bild vor, eine eingekleidete Nonne macht im selben Gewand Yoga… Einfach herrlich.

Während unserer Ashramzeit, machten wir einen Ausflug.  An einem Morgen besuchten wir den Chamundi Hill. Auf dem Gipfel dieses Hügels thront der Sri- Chamundeswari- Tempel. Der Tempel von Aussen war enorm schön, von innen war nichts spezielles zu sehen. Man hat einen herrlichen Ausblick auf die Stadt von dort oben.

Am Nachmittag besuchten wir noch einen Garten. Bei den Indern ist dieser sehr beliebt. Uns gefiel er, aber er war für uns nicht sehr speziell. Man sieht halt einen Rasen mit Blumen und ab und zu einen Springbrunnen. Wir kennen die Parks bei uns ja.

Voller Energie, Vertrauen und frisch gestärkt zog es uns nach 5 Tagen weiter. Mit dem Zug gings nach Hampi…

Ohalätz, unwirklich und wie verzaubert leigen die Ruinen von Hampi verloren und verstreut in einer Landschaft, die einen sofort in ihren Bann zieht.

Riesige Felsbrocken türmen sich auf einem kilometerweiten, sanft gewellten Gelände und bilden mit ihrem Rostbraun einen hübschen Kontrast zu den Palmehainen, den Bananenplantagen und den Reisfeldern. Hier treffen sich alle archäologischen Intressierten und die ganze Boulderszene…

Irgendwie herrschte fast wie eine magische Atmosphäre, in dieser Welterbestätte Hampi. Die  Natur schuf im Laufe von Jahrmillionen durch Vulkanismus und Erosion  eine so faszinierende Landschaft.

An unserem ersten Tag  liefen wir ein wenig durch Hampi. Wir schauten uns diverse Tempel, Ruinen und Hampis Basar an.

Der Tag darauf entschlossen wir uns ein Velo zu mieten. Diese Velos waren ja der Börner. Natürlich funktionierte die Bremse nicht wirklich, sie hatten nur einen Gang, Samuel’s Sattel sinkte und drehte sich ständig… Man kam kaum vorwärts, wir trampelten und trampelten…. Samuel’s  Velo hiess Hercules, meins hiess „miss India“:-) Und 2 Mal stürzte Samuel sogar vom Pedal. Nichts von gewohnter Rennmaschine… :-)) Gefährliche indische Drahtesel…

Ja, der Tag war schön, Hampi ist sehr weitläufig und für uns war klar, mit unseren schnellen Flitzern konnten wir nie alles sehen.:-)

Den Silvesterabend verbrachten wir dann gemütlich und ruhig in Hampi…

Am Neujahrstag  überquerten wir den Fluss mit einem Boot, da die Brücken alle zerstört sind.

Auch auf der andern Seite trifft man  auf Ruinen, Boulders und Tourismus aus aller Welt. Wir kundschafteten an diesem Tag das Gelände aus und besuchten einen schönen See, wo wir  uns für kurze Zeit eine Pause gönnten.  Die Hitze machte uns aber schwer zu schaffen und wie immer hatte ich natürlich einen roten Kopf, worüber Samuel sich immer amüsieren kann.:-)

Der letzte Hampi-tag war dem bouldern gewidmet.

Samuel’s körperliche Verfassung liess aber zu Wünschen übrig… Das Niveau von vergangen Tagen war in weiter Ferne… 🙂 Trotzdem konnte er einige Züge machen und erfreute sich darüber. Ganz fest haben wir an Dave gedacht- es würde dir gefallen…

Der Hitze entfliehend füllten wir den Rest des Tages (bis zu unserer Zugabfahrt) mit Chillen.

Am Abend  fuhr uns ein Nachtzug (natürlich mit viel Verspätung und keinerlei Infos darüber ) nach Goa. Wie immer trifft man ja wirklich tolle und spannende Menschen und somit ist das Warten noch lustig:-) Die meisten Indienreisenden sind eher von spezieller Natur und es kann spannend, verwirrend oder einfach nur anstrengend werden.

Nach Empfehlung eines routinierten Indienreisenden und unserem Verlangen nach Ruhe setzten wir uns für einige Tage in Agonda nieder. Dieser Ort gilt noch immer als der ruhigste, idyllischste Schatz von Goa. Es ist ein kleines Dorf, mit weitem und leerem Strand.

Alles geht einen langsamen Gang und die vielen Strandrestaurants servieren gutes Essen. Wir hatten das Gefühl im Paradies angekommen zu sein. Zum ersten Mal sahen wir das arabische Meer von Indien.

Bei diesem Anblick muss man fast durchhängen. Wir spürten langsam Reisemüdigkeit und sehnten uns nach einem Tag „einfach mal nichts tun“. Das flexen vom Vortag hat uns so gut gefallen, dass wir noch einen zweiten anhängten :-).

Unser letzter Tag verbrachten wir auf einem Roller. Achtung, Achtung! Vorsicht ist geboten, Indien hat Linksverkehr und es herrscht ein absolutes Strassenchaos. Manchmal kommt man sich vor wie in einem Hindernisparcour. Auf der Strasse trafen wir: verschiedene Fahrzeuge, heilige Kühe, Hühner und Affen, spielende Kinder und leider auch Verkehrspolizei. Diese hielten uns an und wollten unseren Internationalen Führerausweis mit spezieller Bewilligung von Goa sehen. Wir hatten diese natürlich nicht und mussten trotz freundlichsein, feilschen und meinem Charm 2000 Rupees abgeben. Ist das nicht  unfair, das wäre eine Tagesration Indien für uns zusammen. Wir liessen uns aber unsere gute Laune daduch nicht verderben und freuten uns über diverse Sehenswürigkeiten,

das auskundschaften von Goa und den frischen Fahrtwind.

Unsere nächste Station war Gokarna. Wir hörten da es dort ein schöner Strand hat und das Dorf eine lebendige Hindukultur pflegt. Nach der Ankunft gingen wir auf direktem Weg zum Om Beach. Wir wissen noch bis heute nicht von wem diese Namensgebung kommt. Entweder von den Einheimischen oder den Hippies. Dieser Strand wird von Althippies bedsiedelt  und  von jungen Travellern und „möchte-gern- Hippies“ gerne aufgesucht.  Alles verlangsamt sich hier ein wenig und die Gefahr dort hängen zu bleiben ist gross. Es werden viele Drogen konsumiert und zeigte uns ein früheres Bild von der Hippiezeit… Wir sind aber dankbar, dass wir diesen Ort bei klarem Verstand erleben durften. 🙂

Im urtümlichen Dorf Gokarna erhielten wir einen schönen Einblick in lebendige Hindurituale. Scharen von Pilgern versammeln sich dort das ganze Jahr hindurch, um in den historischen Tempeln zu beten und zu opfern. Zurzeit sind viele schwarz gekleidete Pilgrer unterwegs, die meistens oben ohne unterwegs sind und eine spezielle Kette tragen. Sie pilgern mit einem stark geschmückten Auto 45 Tage lang von Tempel zu Tempel. Frauen sind dabei nicht erwünscht. In dieser Zeit essen sie kein Fleisch, Fisch oder Eier. Jeglichen Kontakt zu Frauen ist verboten.

Ausländer und Nicht-Hindus dürfen die Tempel in Gokarna nicht betreten. Wir konnten nur von aussen einen Blick erhaschen.

Wir konnten uns schnell vom bekifften Om Beach lösen und unsere Weiterreise ging mit zwei Schweizer weiter nach Kerala. Die Besonderheit dieser Weiterreise bestand darin,  dass wir vom Om Beach mit einem Motorboot nach Gokarna fuhren. Natürlich war der Wellengang sehr stark und wir genossen mehrere Salzduschen und leichte Übelkeit.  Uns hat  es aber riesen Spass gemacht.

Nun sind wir in Kerala angekommen, davon werden wir euch aber erst im nächsten Blogeintrag berichten.

Im übrigen werden wir oftmals gefragt, ob wir das Reisen nicht langsam satt haben. Die Antwort lautet deutlich Nein! Bestimmt ist es aber so, dass man nach mehr als einem 1/2 Jahr umherziehen langsam müde wird und sich nach gewohnten Dingen sehnt zB. Radfahren, Joggen durch einen schönen Wald, ohne  Bedenken alles Essen können (ohne zu schälen), ruhigeres Reisen ohne Verspätungen, schnelle Internetverbindungen… 🙂 Trotzdem sind wir noch lange nicht gesättigt und ans nach Hause gehen denken wir noch lange nicht. hahaha:-)

 

Jetzt wünschen wir euch wenig Regen, viel Schnee und Sonnenschein.  Wer die Solothurner Filmtage besucht, denkt dabei auch ein wenig an uns.:-)

 

Liebe Umarmung

Samuel und Nora

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