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Archive for Juli 2011

Wir genossen die Tagen in Vashisht noch reichlich. Der einzige Frust war, dass ich noch ein Bad in den Hot Springs genommen habe und ich meine Schuhe vor dem Tempel ausziehen musste. Als ich dann aus dem Bad kam, waren meine Schuhe weg… Ja gestohlen in einem Tempel… uuu war das aergerlich… Nora hat sich noch fast mehr geaergert. Sie konnte kaum verstehen, dass in einem Tempel etwas gestohlen wurde. Ich war auch ein bisschen enttaeuscht, nicht einmal weil sie neu und teuer waren, sondern weil ich weiss, dass die Qualitaet sehr gut ist und ich solche Schuhe hier in Indien nicht mehr finden werde. Nun ja… mit Verlust muss man rechnen.

Nachdem wir in Vashisht einige Tage ausgespannt hatten, waren wir wieder bereit fuer etwas Neues.  Das Ziel war Leh. Wir haben uns Tickets  reserviert in einem kleinen Bus. Um 02.00 Uhr in der Nacht sollte es los gehen.  Bill kam mit uns mit und schlief dann die letzte Nacht noch bei uns im Zimmer, damit wir nicht 2 Zimmer bezahlen muessen.

Als uns der Wecker um 01.20 Uhr weckte, Nora mit verschlafenem Blick aufsah, hoerten wir eine Laute von ihr:  „iiiiii neeeiiii heeee!!!!!“ Ja, an der Wand gegenueber sahen wir eine riesengrosse Spinne. Bestimmt hatte sie die Groesse von Nora’s Hand, war behaart und bewegte sich schnell vorwaerts.  So, das war ein Zeichen, das wir uns sehr schnell das Hotel verlassen muessen.  Bill und ich haben ja keine Angst vor Spinnen, aber eine solche brauchen wir auch nicht in unserer Naehe.  Wir schossen noch kurz ein Foto von unserem Gast und verliessen das Hotel gleich.

In aller hergottsfruehe standen wir dann draussen bereit. Es wurde natuerlich spaeter als 02.00 h bis der Mini- Bus uns endlich mitnahm… Im Bus waren fast alle Fahrgaeste Israelis (wie ueberall in Indien…) Die Inder moegen die Israelis nicht sonderlich und auch wir hatten mit unseren Mitfahrenden nicht sehr Glueck gehabt….

Die Fahrt von Vashisht nach Leh sollte eigentlich 18 Std. dauern. Fuer uns war klar, dass es laenger dauern wird. Wir sind ja schliesslich in Indien.  Sclussendlich wurden dann 41 Stunden daraus. Das Problem war, dass es an diesem Tag soooo stark regnete, dass viele Steine und Schlamm die engen und eher gefahrlichen Strassen versperrten. Somit konnten wir nicht mehr weiterfahren. Ja, es ging wieder einige km zurueck in ein winziges Oertchen. Dort waren Zelte aufgestellt. Schnell haben wir uns einen Platz reserviert, denn das Chaos ging gleich los. X- Buse mussten zurueck kommen. Niemand wusste wie alle diese Leute einen Schlafplatz finden koennen.  Zusaetzlich regnete es wie aus Kuebeln und war kalt-wir waren ja auch auf ca. 4500 m hoch.  Die 1. Symptome der Hoehenkrankheit liessen nicht lange auf sich warten.

Wir schliefen mit 12 anderen in einem kleinen Zelt auf hartem Steinboden. Die Nacht war alles andere als erholsam…. Wir mussten so eng nebeneinander liegen, man konnte keinen Positionswechsel vornehmen. Nora hat nur ca. 2 Stunden geschlafen, ich ein kleines  bisschen mehr.

Am naechsten Tag wusste niemand genau wies nun weiter gehen soll. Alle gaben andere Antworten auf unsere Fragen. Kein Mensch wusste wie lange die Strasse noch geschlossen sei…  Niemand konnte Kontakte aufnehmen mit anderen, denn es war kein Empfang oder sonstige Verbindungen vorhanden.  Nach langem  Abwarten und Tee trinken, rief uns dann unser Fahrer das es los geht.  Jedoch wusste auch er nicht ob die Strasse nun befahrbar ist.
Nun gut, alles wieder eingepackt udn im Mini-Buesli gespannt  ging die Fahrt los…. Jaaaa, die Strasse war offen!!!!!!! Jedoch mussten wir immer wieder Stops einlegen, da die Strassen voll waren mit Steinen und Erde. Die Aufraeumarbeiten mussten ersteinmal  erledigt werden.  Einmal hatten wir noch eine Platte  und das Rad musste gewechselt werden. Das ging alles sehr sec- die Fahrer kennen diese Probleme wohl zu gut.   🙂

Endlich kamen wir abend in Leh an. Das groesste Problem war, ein Guesthouse zu finden. Wir klapperten x ab, alle waren voll. Es war bereits dunkel als wir dann bei einem Guest house im Wohnzimmer fuer einen guten Preis  schlafen durften.

Die Leute hier sind sehr freundlich. Jedoch haben wir auch hier bemerkt, sie schlagen ueberall ihren Profit raus.  Bill als erfahrener  Indien-bzw. Weltenbummler sagt uns immer wieder: THAT’S INDIA!!  Ja, wahrscheinlich ist das Indien.
Leh ist auf 3505 m und recht touristisch. Jedoch sind wir in einem ruhigen Viertel  gelandet und geniessen die herrliche Aussicht auf die verschiedenen Kloester, Palastruinen und den Himalaya. Unglaublich schoen!

Die Hoehe macht uns ein bisschen zu schaffen. Immer wieder fuehlen wir uns schlapp, muede und verspueren Schwindel.   Auch habe ich  eine Magen-Darm grippe aufgelesen… sehr muehsam. Aber ich habe ja eine Pflegefachfrau an meiner Seite und unsere Reiseapotheke ist im Moment Gold wert.

Ja, wir machen nun mal ruhig und spannen aus.
Heute kam Chrigi in Leh an. Wir haben sie am Flughafen erwartet und mit enormer Freude in die Armen geschlossen.  Nun sind wir fuer die naechsten 3 Wochen zu dritt unterwegs.  Wir alle 3 freuen uns auf die kommende Zeit. Fuer uns ist mit Chrigi ein Stueck Heimat hergekommen 🙂

 

Wir hoffen es geht euch gut. Wir freuen uns immer wieder von euch etwas zu gehoeren.

Liebe Gruesse, Umarmungen und liebe Gedanken senden Euch

Nora und Samuel

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Als wir am 10.7. noch in Shimla waren (siehe letzter Eintrag), haben wir den Affentempel (Jakhu-Tempel) besucht.  Er ist dem Affengott Hanuman gewidmet (wie ihr ja wisst, haben die Hindus sooooo viele Goetter. Jeder ist fuer irgendetwas zustaendig.) Hunderte von Rhesusaffen haengen dort herum und hoffen auf Essensspenden von Besuchern. Zum Teil sind die Affen aber fast eine Bedrohung. Sie starten in Gruppen Ueberfaelle und greifen an. Die Wanderung zum Tempel hoch verlief auf steilem Weg hinauf durch den Wald… Es war wunderschoen.  wenn man oben endlich ankommt, ragt eine orange farbige Statue des Affengottes zum Himmel empor. Ringsherum waren viele Affen. Genau in diesem Momentspuerten wir den Monsun so richtig… Prasselnder Regen, bewoelkter Himmel und „dueppige“ Temperaturen. Nicht weit entfernt war der Tempel, welcher wir auch besichtigten. Im Tempel drinnen duerfen aber keine Affen herumtollen…

 

Wieder im Dorf angekommen, besuchten wir noch diverse Sehenswuerdigkeiten.

Am 11.7. entschieden wir uns, mit einem anderen Reisenden, Bill, eine Jeep tour zu machen. Bill ist 46 Jahre alt und kommt aus Kanada. Er reist seit eh und jeh umher. Er hat den Job aufgegeben und ist nun seit laengerem unterwegs.  Er hat sooo wenig Gepaeck mit dabei (nur 1 Hose und die traegt er auf sich:-)).

Nun gut, unsere Tour startete am Morgen in Shimla und sie dauerte 10 Tage lang. Mitdabei war einen Fahrer, einen Guide (Kuki), Bill und wir zwei.  Schwerpunkt dieser Reise war, die unberuehrte und wunderbare Natur, diverse Tempelbesuche und einfaches Leben im Gebirge. Das Fahren durch Schluchten, Taeler und schwierigem Gelaende machten diese Reise zu einem spektakulaerem Erlebnis.  Taeglich begann unser Tag mit einem sehr suessen Chai-tee!

Es gab einige Tage an denen wir lange im Auto sassen und die beeindruckende Natur genossen mit Hindi- und Rockmusik und zuwinkenden Einheimischen.  Zwischendurch machten wir Stopps um etwas typisch Inidisches zu Essen, unsere Daerme zu entleeren, einen Tempel zu besuchen, alles fotografieren was uns vor die Linse kam und uns mit Wasser und Canabis zu versorgen. Wir haben wohlgemerkt nicht geraucht. Kuki und unser Fahrer jedoch enorm viel. Betend und in der Hoffnung das uns unser bekiffter Fahrer sicher durch die gefaehrlichen und abschuessigen Strassen transportierte.

 

Unsere Unterkuenfte waren sehr unterschiedlich, aber nie mehr so nobel wie in Delhi:-) Wir schliefen in einem Tempel, in einfachen aber sauberen Gasthaeusern, in einer heruntergekommenden Absteige mit schrecklichen Sanitaeranlagen und einer riesen Schicht von Dreck unter dem Bett, in einem Kloster, in einer Berghuette und auf dem harten Boden in einer klienen Steinhuette auf ca. 4200 m. Samuel musste mir ein schoenes Bettchen herrichten, da ueberall Spinnen herum krabbelten…….  Aber es war ein tolles Erlebnis, ohne Strom und nur wenig (kaltem) Wasser.  Dort bewunderten wir einen absolut klaren und zauberschoenen Sternenhimmel. So etwas haben wir noch nie gesehen. Der Himmel war voll bekleidet von leuchtenden, hellen Sternen.

Die Hoehe haben wir gespuert, das Atmen ging nicht mehr so ring wie bisher.  Trotzdem liessen wir uns nicht beeinflussen und gingen unserem Bewegungsdrang nach.  Einmal marrschierten wir auf ca. 4800 m hoch.

 

Als wir in Battal waren, liefen wir ueber den Kunzum Pass zu einem wunderschoenen See. Es war natuerlich ein Bergsee und somit eiskalt! Bill und Samuel haben sich trotz Kaelte ein kurzes Bad gegoennt. Nach der 25 km langen Wanderung  freuten wir uns sehr  auf ein veg. Thali.

Hoehenkrank wurden wir bis jetzt nicht richtig, obwohl wir wenige Symptome hatten, wie Kopfschmerzen, Schwindel und Muedigkeit.  Am letzten Abend unserer Reise, goennten wir uns dann noch ein kuehles Bier 🙂

Am letzten Tag von unserer Tour, am 20.7.  ging die Fahrt am Morgen frueh los ueber den Rotang Pass. Diese Fahrt war einfach nur anstrengend! Es hatte viel Verkehr, schlimme Strassen und wechselndes Wetter.  Oben auf dem Pass sahen wir Gruppen von Indern, die auf Mini-schneebedeckten Feldern Posen in sexy Skianzuegen und altmodischen Skis zeigten. Einfach ein herrliches Bild. 🙂 Welten entfernt von der Schweiz (einmal mehr…)

Aber das groessere Uebel erwartete uns erst nachher. Wir fuhren den Pass herunter. Die Strassen waren nur noch Schlamm. Viele Autos (vorallem kleinere) blieben im Schlamm stecken. Da die Inder ein fuerchterliches Verkehrssystem (oder eben kein System) haben und alle ueberholen wollen blieben mehrere Fahrzeuge nebeneinander im Schlamm stecken. Ja auch wir durften warten….  Bis sich dann die anderen Autos endlich aus dem Schlam(m)assel gerettet haben. Wir mussten unserem Fahrer ein Kraenzchen widmen- er fuhr wirklich super.

 

 

Angekommen in Vashisht, waren wir gluecklich diese Fahrt und allgemein diese nicht ungefaehrliche Tour ueberstanden zu haben.  Unser favorisiertes Hotel war leider geschlossen, so mussten wir mit einem anderen Zimmer Vorlieb nehmen. Ja,  auch hier diese Sanitaerenanlagen sind eine Katastrophe. Toiletten funktionieren nicht, Wasser rinnt ueberall raus und ein duenner, klater Strahl kommt aus der Duschbruse. 2 Naechte schliefen wir dort, danach haben wir in ein anderes Hostel gewechselt. Fuer nur 50 Rupies mehr leben wir fast im Paradies. Warmes Wasser und sogar einen Balkon.

Vashisht ist ein gemuetliches, kleines Doerfchen. Fast wie ein Nest. Vashisht hat noch warme Thermalquellen unter freiem Himmel. Wir fuehlen uns  wohl hier. Nun kommen wir ein bisschen und zum Ersten mal  zur Ruhe.

Wir haben bereits 2 mal Manali besucht.  Der 3 km lange Marrsch dorthin war angenehm. Dort  angekommen spuerten wir das Stadtleben wieder vermehrt. Ueberall Tuk-Tuk’s, Taxis, Busverkehre, Hektik. Als wir auf die Bank gingen zum Geldwechseln, war einmal mehr unsere Geduld gefragt. Schlangenstehen gibts hier wohl nicht. Jeder streckt sein Geld oder auch nur die Hand durch die kleine Oeffnung beim Schalter. Jeder drueckt hervor und alle beruehren sich. Mit ein wenig Frechheit von unserer Seite her, konnten wir dann unser Geld ziemlich schnell (ca.45 min.) wechslen. Als wir danach Manalis Sehenswuerdigkeiten begutachteten, blieben wir einmal mehr bei einem budhistischen Tempel haengen. Nach der Besichtigung  kam ein Moench zu uns und bot uns Chai-tee, Salznuessli und Chroemli an. Bestimmt sassen wir ca. 1 1/2 Stunden dort und plauderten mit ihm. Er versuchte uns verschiedene Erklaerungen ueber den Budhismus abzugeben. Viel mehr verstanden wir aber noch nicht. Auch diese Religion ist komplex.

 

Nach dem Besuch in Manali  freuten wir uns wieder zurueck nach Vashisht zu gehen. Es ist wirklich deutlich ruhiger und angenehmer…

Was wichtig ist in Indien:

-schaue nie unters Bett

-immer genuegend WC Papier dabei haben

-glaube niemandem

-kontrolliere Rechnungen

-keine Suesswaren kaufen (sind so teuer wie ein Essen)

-blende alle deine Standards aus

-frage immer mehrere Leute, man erhaelt selten die selben Antworten

-bete waehrend den Autofahrten

-…..

 

Wie ihr seht, uns gehts gut!! Oftmals verspueren wir ein wundervolles Gefuehl in uns. Wir sind dankbar fuer all diese Erlebnisse. Indien hat sooo viele Gesichter….

 

 

 

 

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weiter gehts…

Gestern (8.7.) haben wir das absolut chaotische Delhi verlassen. Es begann auch gleich zu regnen- kein wunder, es ist ja auch Monsunzeit. Mit dem voellig ueberteuerten Taxi fuhren wir dann zum Busbahnhof, der momentan eher einer Baustelle aehnelt. Wir draengten uns durch Menschenmassen und stampften in sehr schmutzigen Wasserpfuetzen herum.  Gerne lassen wir Delhi hinter uns. Durch aufdringliche Rufe, chaotisches Geschrei und draengeldes Busticket kaufen fanden wir endlich unser Bus nach Chandigarh.

Ihr muesst euch vorstellen: der Bus ist vollgestopft mit Menschen und deren Geruechen, schmutzig, heiss und monsunbedingte Naesse.  Die Fahrt sollte ca. 5 Stunden dauern, daraus wurden ca. 7.Nach einem kurzen Zwischenstopp im Bus kam eine Mischund aus Frau und Mann in den Bus und schlug kraeftig in ihre Haende. Sie versuchte so, Druck auszuueben, damit sie eine Spende erhielt. Diese auffaelligste Gruppe indischer Nicht-Heteros nennt man hijras. Eine Kaste von Transvestiten und Eunuchen, die Frauenkleider tragen.

In Chandigarh angekommen, wurden wir mal wieder von einem Dutzend Inder umlagert und angeglotzt. Sie redeten auf uns ein und die typische Masche von ihnen-zu sagen das genau DAS Hotel geschlossen ist, in welches Mann gehen will- wurde von ihnen 100% durchgezogen. Wir hatten aber Lehrgeld schon in Delhi gezahlt und blieben standhaft. Somit liefen wir zu unserem ausgewaehltem Hotel.

Den Rucksack abgelegt, machten wir uns auf die Socken durch indiens modernistische Metropole. Le Corbusier hat hier viel mitgewirkt und das Stadtbild gepraegt. Chandigarh ist eine  atypische indische Stadt. Neue Hotels, Warenhaeuser und Cafes sauemen die schnurgeraden und sauberen Strassen dieser Boomtown.

Wir hatten dort den Nek chand rock Garden visitiert.  Ein Garten allerlei recycelten  Abfall und organische Materialien. Daraus wurde ein Labyrinth geschaffen. Einfach Kunst!!

Zurueck zum Hotel wurden wir von einem Hotel Rikscha chauffiert, dabei genossen wir den wundervollen Sonnenuntergang. Der Rikscha fahrer tat mir leid… musste er doch sooo viel Gewicht mit einem asolut einfachem Velo  fortbewegen. Er erhielt dann dafuer auch noch ein paar Rupies mehr.

Nach einer kurzen Nacht standen wir bereits um 08.00 Uhr bei der Busstation. Es war fuer uns erstaunlicherweise ruhig.

Blauaeugig wie wir waren stiegen wir in den Bus ein, anfaenglich noch mit leichtem Schuetteln, danach mit heftigem Wanken und hoechster Geschwindigkeit auf sehr schmalen Strassen, sassen wir auf der hintersten Bank des Buses! Das Motto war wohl: mau ufe, mau abe, mau lings, mau raechts…. :-)Zwischendurch sah man wieder einen Bus, welcher wegen Geschwindigkeit und nasser Strasse in den Abgrund stuerzte. Ich hatte natuerlich Angst, konnte aber wegen starker Uebelkeit die Augen leider nicht schliessen. Auch Samuel musste sich enorm konzentrieren und wurde ploetzlich still. Muehsam war aber, dass neben Samuel ein junger Mann sass, welcher wohl ein Buch gegessen hatte und nonstop Sachen wissen oder mitteilen wollte.

Endlich kam ein Busstop und wir tranken einen Chaii!! mmmmmh immer wieder genuesslich!!!! 🙂

In Shimla (2205 meter) gut angekommen, fuehlten wir uns erst einmal wie in der Schweiz.  Das Klima war angenehm, Regen und Nebel (fasch wie uf de toure, gell Dave?).

Shimla ist auf einem ca. 12 km langen Kamm herausgestreckt und so scheint es fast, als wuerde die Ortschaft jeden Moment ins Tal abrutschen.

Die Leute hier sind sehr angenehm, viel ruhiger und nicht so aufdringlich, jedoch wollte fast jedermann eine Foto von uns machen. Wir fuehlten uns wie Beruehmtheiten.

Wir werden nun 2 Naechte hier bleiben und so gut als moeglich die Ruhe geniessen.

Im Uebrigen ist das indische Essen sehr lecker, Magenverstimmungen hatten wir bis anhin noch keine…

Wir hoffen, bei euch gehts gut? Wir schicken euch ganz viele herzliche Gruesse

samuel u nora

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welcome to india…

Am Di. 5.7. um 5.00 Uhr war Tagwach. Wir mussten noch die restlichen Sachen in unsere Rucksaecke packen.  Mit Muehe und Not konnten wir diesen dann doch noch schliessen… Phhuuu, zum Glueck! Die Reise kann los gehen.

Wir sind zu fuenft mit der SBB nach Genf an den Flughafen gefahren. Schon am Flughafen bemerkten wir, dass Reisen anstrengend sein kann. Als erstes sahen wir auf der Anzeigetafel das unser Flug ueber Wien nach Delhi gecancelled wurde. Ja super!!! Nach langem Warten sagte und ein Flughafenangestellter, dass wir nun ueber Frankfurt fliegen muessen. Soweit sogut, beim Einchecken hatten wir nicht einmal mehr als 20 kg! Juppy! (wir hatten schon anderes erlebt…)

Nach dem Einchecken  suchten wir eine Gelegenheit um zu fruehstuecken. Unsere Vorstellung von einer ruhigen, gemuetlichen Abschiedszeremonie war nur eine Illusion. Kaum sassen wir, ertoente eine undeutliche Stimme aus den Lautsprechern, die unsere Namen nannten. Wir wussten nicht weshalb, haben doch alles richtig gemacht?!? Gestresst und irritiert liefen wir wieder an einen Schalter.  Niemand wusste Bescheid. Genf ist fuer uns halt auch fast Ausland 🙂 Wir wurden von Schaltern ueber Sicherheitskontrollen zu weiteren Schaltern verwiesen, bis wir dann nach langem am richtigen Ort ankamen.  So mussten wir in einer Hektik unseren lieben Begleitern vor der Sicherheitskontrolle Tschuess sagen. Bei der richtigen Stelle angekommen, musste Samuel seinen Rucksack oeffnen und ja, es war unser neu gekaufter Benzinkocher, welcher nicht zum Mitnehmen zugelassen war! Freuten wir uns doch sehr aufs Aufkochen des schmutzigen Wassers in Indien.  Dank der guten Wurftechnik und unserem guten Faenger Pepe, konnten wir den Kocher noch retten und sicher mit nach Hause geben. 

Wir kamen nach Mitternacht sicher in Delhi an, ein Chauffeur von unserem Hotel holte uns ab. Phuu, wir waren erschlagen. Noch immer 30 Grad!! Die Freude war gross, als uns im Auto ein kuehles Cola und Wasser zur Erfrischung  offeriert wurde.  Die erste Nacht in diesem wundervollen Hotel schliefen wir super! Danke Urs 🙂

Gestern, 6.7. war unser erster Tag in Dehli. WELCOME IN A DIFFERENT WORLD! Topmotiviert wollten wir uns diverse Sachen anschauen, sind mit Taxi und Tuk Tuks durch die chaotischen Strassen geflitzt, suchten vergeblich danach, eine Busreservation zu machen, wimmelten sehr aufdringeliche Haendler ab, ignorierten bettelnde Leute, sahen grosse Armut neben viel Reichtum… Am Abend waren wir genervt, enttauescht und verwirrt. Ach Gott, wie wird unsere Reise wohl werden??

Heute waren wir bei 40 Grad  meist yu Fuss in Dehli unterwegs. Sas machen wohl die wenigsten, so wie wir bemerkt haben. Fuer uns wars aber  spannend, zu Fuss die Gegend zu erkunden und ganz andere Eindruecke zu gewinnen.

Wir waren im Lotustempel (Tempel in wunderbarer Form einer geoeffneten, weissen Lotusbluete), Indira Gandhi Museum (ehemaliges Wohnhaus von ihr mit ihren pers. Besitztuemer, Briefe, Fotos, Stelle an welcher sie erschossen wurde), Indian Gate (42 m hohe Gedenkbogen aus Stein, der die gefallenen indischen Soldaten ehrt),  National Museum und Connaught Place (gewaltiger Kreisverkehr. 7 Strassen  fuehren Strahlenfoermig von ihm weg.)

Morgen geht unsere Reise weiter, weg vom chaotischen Delhi. Die Busfahrt wird uns in Richtung Norden bringen.

Ja, man sagt, dass man sich nicht wirklich auf Indien vorbereiten kann, das stimmt. Obwohl wir dachten, wir haetten uns gut darauf vorbereitet. Wir unterstreichen auch die Ausage, das Indien eines der vielschichtigsten Laender des Planeten ist, mit einem gewaltigen Spektrum an Eindruecken. Und wir sind offen dafuer!! Bestimmt wird uns Indien neue Ansichten schenken.

Wir hoffen Euch allen gehts gut und ihr geniesst den Schweizer Sommer, bei bestimmt angenehmeren Temperaturen:-)

 

Wir denken viel an Euch alle!

Liebe Gruesse und Umarmungen

Samuel und Nora

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bald gehts los…

Die letzten Arbeitstage sind vorbei, unsere schöne WG wurde gezügelt, geputzt und mit Wehmut abgegeben… Nun durften wir die letzte Woche bis zu unserem Abflug bei Rea und Sam verbringen. Wir geniessen die schöne und saubere Wohnung, wir wissen ja  noch nicht  was wir in Asien alles antreffen werden. 🙂

In den letzten Tagen hier in Solothurn war noch einiges zu erledigen. Und wir mussten uns fast jeden Tag von jemandem verabschieden, das war nicht immer einfach 😦

Gestern trafen wir uns dann noch einmal mit vielen lieben Leuten in der Hafebar um  „uf  Wiederluege“ zu sagen.  Es war ein gelungener Nachmittag/Abend mit guter Laune, leckerem Öufi- Bier und köstlichen Pizzas 🙂 Merci an alle, die da waren- wir werden euch auf alle Fälle vermissen…

Heute ist der letzte Tag in der Schweiz. Morgen früh gehts los… Wir fahren mit der SBB nach Genf zum Flughafen, natürlich in Begleitung von unseren Lieben! Wir fliegen über Wien nach Delhi und werden die ersten Tagen dort verbringen. Wir stellen uns auf ein völliges Chaos ein. 🙂

Für uns endet jetzt eine sehr intensive und bewegte Vorbereitungszeit und wir werden in eine neue Welt eintauchen. Die Vorfreude ist riesig und die Spannung steigt.

Wir wünschen Euch allen eine wunderbare Zeit und geniesst den Sommer!!

Wir freuen uns, von Euch etwas zu hören, sei es per SMS, Mail oder hier auf unserem Blog.

Herzliche Umarmung

Samuel und Nora

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